Meningokokken-Meningitis

Wann wird geimpft:

Ausland:

  • Bei Reisen in Meningokokken-Risikogebiete (z.B. Meningitisgürtel in Afrika) vor allem bei längerer Aufenthaltsdauer und/oder aktuellen Ausbrüchen.
  • Bei engem Kontakt mit der Bevölkerung, z.B. medizinisches Personal, Sozialarbeiter, Entwicklungshelfer, Katastrophenhelfer, Medizinisches Personal, Militär etc.
  • Impfpflicht bei Einreise bei Pilgerfahrten nach Mekka (Hajj). Die Gültigkeit der Impfung beginnt nach 10 Tagen. Weitere Information erteilt das saudische Gesundheitsministerium.
  • Schüler/Studenten vor Langzeit-Aufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder auch nur für Schüler und Studenten.

Inland:

  • Standardimpfung (lt. STIKO) für Kinder im 2. Lebensjahr gegen Meningokokken der Gruppe "C"
  • Gesundheitlich gefährdete Personen (z.B. spez. Immundefekte, Asplenie) und gefährdetes Personal (z.B. Labor)
  • Bei Ausbrüchen oder Häufungen


Impfstoff:

Totimpfstoff

Wichtig:

Die Reise-Impfung gegen Meningokokken (ACWY) bietet keinen Schutz gegen die in Mitteleuropa häufiger vorkommende Meningokokken-B-Infektion. Seit 2013 steht jedoch für Säuglinge und Kleinkinder auch ein Impfstoff gegen Meningokokken B zur Verfügung. Die Empfehlung der routinemäßigen Impfung aller Kinder im zweiten Lebensjahr mit einem Konjugatimpfstoff gegen Meningokokken C bleibt unverändert bestehen.

Impfung:

Bei Reisen in Risikogebiete ist ein sog. "tetravalenter Impfstoff" (ACW135Y) empfohlen. Der Meningokokken-Impfstoff (ACWY) steht ab einem Alter von 6 Wochen zur Verfügung.

Impfschutz:

Der Wirkschutz gilt als zuverlässig und bei wiederholter Impfung ist ein langer Schutz zu erwarten (boosterfähig). Die Wirkdauer kann bis zu fünf Jahre betragen (die Herstellerinformationen sind zu beachten).

Nebenwirkungen:

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Wann darf nicht geimpft werden:

Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile.

Wichtige Anmerkung:

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.