Pneumokokken


Wann wird geimpft?

Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bei chronischen Erkrankungen (wie z. B. Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen, Niereninsuffizienz und nephrotisches Syndrom) und Immunmangelkrankheiten (z.B. angeborene und erworbene Immundefekte, wie HIV-Infektion, A- und Hypogammaglobulinämie, Sichelzellanämie oder andere Hämoglobinopathien, oder Asplenie) oder Personen mit Cochlea-Implantat wird eine Impfung empfohlen.

Rund 1,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich weltweit infolge einer Pneumokokken-Pneumonie. In Deutschland werden jedes Jahr rund 220-300 Meningitis-Fälle (Hirnhautentzündung) und rund 1.300 andere ernsthafte Erkrankungen (wie z.B. Sepsis, Bakteriämie) durch Pneumokokken (Bakterienart) bei Kindern verursacht. In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 20 Kinder infolge einer Pneumokokkeninfektion, bei rund 20 weiteren Kindern bleiben schwere Hörschäden oder neurologische Schäden (Nervenerkrankungen) zurück.

Impfstoff:

Totimpfstoff, Konjugat- oder Polysaccharid-Impfstoffe

Impfung:

Einmalige Impfung mit Wiederholungsimpfung im Abstand von 5 Jahren bei Erwachsenen bzw. frühestens 3 Jahren bei Kindern unter 10 Jahren.
Die Wiederimpfung ist nur für bestimmte Risikogruppen sinnvoll (Nutzen-Risiko-Abwägung beachten).

Impfschutz:

Der Impfschutz baut sich innerhalb von 3 Wochen auf und besteht mindestens für 5 Jahre.

Nebenwirkungen:

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Wann darf nicht geimpft werden:

Bei einigen akuten und chronischen Erkrankungen sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile, bei bekannter Unverträglichkeit der Impfung und / oder wenn eine Pneumokokken-Infektion oder -Impfung während der letzten 5-6 (bei Kindern 3-5) Jahre erfolgt ist.

Wichtige Anmerkungen:

Bei Impfung in der Schwangerschaft oder Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.