Tuberkulose


Wann wird geimpft?

Durch den starken Rückgang der Tuberkuloseerkrankungen in Deutschland sowie durch die nicht sicher belegbare Wirksamkeit der Impfung und die nicht seltenen unerwünschten Nebenwirkungen ist die Tuberkulose-Impfung (sog. BCG-Impfung) in Deutschland seit 1998 nicht mehr empfohlen.

Diese Empfehlung entspricht auch der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die eine BCG-Impfung nur dort empfiehlt, wo das Infektionsrisiko für Tuberkulose über 0,1 % liegt.

Wichtig:

Die BCG-Impfung ist grundsätzlich keine Impfung, die Reisenden empfohlen wird!

Vorbeugung gegen Tuberkulose

Nur in Ausnahmesituationen erforderlich: Bei erhöhtem Tuberkuloseinfektionsrisiko, z.B. bei regelmäßiger beruflicher Tätigkeit oder bei Aufnahme in bestimmte Gemeinschaftseinrichtungen, sind Vorsorgemaßnahmen gesetzlich geregelt. Bei Kindern unter 6 Jahren und sonstigen Ausnahmefällen mit erhöhtem Infektions- und Erkrankungsrisiko kann eine Chemoprophylaxe (durch die Einnahme von Antibiotika) sinnvoll sein.

Wichtige Anmerkungen:

Die Tuberkulose ist weltweit verbreitet und tritt v.a. in den Entwicklungsländern auf (ca. 90% der Tuberkuloseerkrankungen). Ungefähr 9 Millionen Menschen erkranken jedes Jahr weltweit an Tuberkulose, etwa 2 Millionen Menschen sterben jährlich infolge der Erkrankung. Insbesondere betroffen sind die afrikanischen Länder südlich der Sahara, der Süd- und Ostasien, einige lateinamerikanische Staaten, sowie die Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. In Deutschland und anderen Industrieländern haben sozial benachteiligte Randgruppen der Gesellschaft im Vergleich zur Restbevölkerung ein erhöhtes Tuberkulose-Infektions- und Erkrankungsrisiko. Zur Vorbeugung gegen Tuberkulose in Deutschland wird die Untersuchung von Kontaktpersonen von ansteckungsfähigen Tuberkulosepatienten, nach Deutschland kommenden Asylbewerbern, Kriegsflüchtlingen und Aussiedlern angestrebt, sowie die Betreuung gefährdeter Personen wie z.B. HIV-Positiven, Obdachlosen, Drogenabhängigen und Gefängnisinsassen.

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.