Typhus

Wann wird geimpft - Risikopersonen

  • Bei Reisen in Länder mit Typhus-Vorkommen (Endemiegebiet) und unter schlechten hygienischen Bedingungen bei Reise-, Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen (ggf. Rucksack- und Abenteuerreisen), insbesondere bei Reisen nach Asien, Afrika und Mittelamerika.
  • Insbesondere bei Reisen nach Süd- und Zentralasien (Indien, Nepal, Pakistan, Bangladesh, Afghanistan).
  • Bei Langzeitaufenthalten in Ländern mit Typhus-Vorkommen (Endemiegebiet); z.B. Freiwilligendienste (Entwicklungshilfe), "Welt"-Rucksackreisen
  • Bei Typhusausbrüchen und Katastropheneinsätzen  
  • Bei Reisen mit bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Immundefekte, Achlorhydrie, etwa durch Protonenpumpenhemmer, Zustand nach Cholezystektomie, interne Prothesen) sollte nach Aussage der DTG eine Schutzimpfung großzügig erwogen werden.

Impfstoff

Spritze: Totimpfstoff
Schluckimpfung: Lebendimpfstoff

Wirksamkeit

  • Beginn des Impfschutzes ab 14 (Spritze) bzw. 10 (Schluckimpfung) Tage nach der Impfung
  • Mäßige Wirksamkeit (50 - 70%)
  • Beide Typhus-Impfstoffe sind gegen enteritische Salmonellen nicht wirksam
  • Eine eingeschränkte Wirksamkeit ( ca. 50%) gegen Paratyphus A und B könnte bei der oralen Impfung bestehen.

Dosierung

  • Schluckimpfung: 3 Impfstoffdosen
    je 1 Kapsel am Tag 1, 3 und 5 eine Stunde vor dem Essen unzerkaut einnehmen
    10 Tage vor Einreise in ein Endemiegebiet
  • Spritze: einmalige Injektion
    2 Wochen vor Einreise in ein Endemiegebiet

Wiederimpfung

Bei anhaltendem Risiko (ständiger Aufenthalt in Typhus-Risikogebiet) Auffrischung nach 2 - 3 Jahren (Herstellerangaben beachten)

Typhus und Hepatitis A - Kombinationsimpfstoff

Die Typhusimpfung steht sowohl als Einzelimpfstoff wie als Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A zur Verfügung.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Wann darf nicht geimpft werden

  • Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile.
  • Mindestaltersgrenze der Impfstoffe beachten


Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Bei der Schluckimpfung sollten Antibiotika, Sulfonamide und Malariamittel nicht unmittelbar vor oder gleichzeitig eingenommen werden (fühestens drei Tage nach der letzten Impfkapsel).

Wichtige Anmerkung

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

 

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