tucan
  • Vorkommen: In der nördlichen Hemisphäre (Nordamerika, Europa und Asien)
  • Ursache: Durch Borrelien (Bakterienart) verursacht
  • Beschwerden: Erstbeschwerden häufig Rötung der Haut um die Stichstelle (Erythema migrans), Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen. Später können Hirnhautreizungen und Lähmungen (Neuroborreliose), chronische Gelenkschmerzen (Lyme-Arthritis) oder Herzbeschwerden (Lyme-Karditis) auftreten 
  • Übertragung: Zeckenstiche durch Aufenthalte in der Natur (Wiesen, Wälder, etc.)
  • Schutz: Hautbedeckende Kleidung, Zeckenabweisende Lotionen, Körper nach Zecken absuchen

Vorkommen

  • Die Borreliose tritt global betrachtet in der nördlichen Hemisphäre auf, d.h. in Nordamerika, Europa und Asien.
  • In Europa ist die Borreliose, die am häufigsten durch Zecken übertragbare Erkrankung.
  • In Deutschland ist in allen Bundesländern von einer Infektionsgefahr auszugehen (RKI), obgleich epidemiologische Untersuchungen flächendeckend nicht vollständig vorliegen.
  • Die Kenntnisse über die genaue Anzahl sowie über das Vorkommen der Borreliose in Deutschland sind lückenhaft, da eine bundesweite Meldepflicht krankheits- oder erregerspezifische Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz nicht existiert.

Beschwerden

  • Nach Angaben des Robert Koch-Institutes wird geschätzt, dass in Deutschland 0,3 bis 1,4 % der Menschen mit Zeckenstichen eine Borreliose-Erkrankung und Beschwerden entwickeln.
  • Untersuchungen in Deutschland und der Schweiz zeigten, dass bei 2,6 bis 5,6 % Personen, die durch eine Zecke gestochen wurden, Borrelien übertragen wurden.
  • Wenn es zur Übertragung der Borrelien gekommen ist (meist erst mehrere Stunden nach dem Zeckenstich) können Erstbeschwerden nach 3 bis 30 Tagen auftreten, die häufig stark variieren.
  • Als Erstbeschwerden kommt es häufig zu einer Rötung der Haut um die Stichstelle herum die sich zunehmend ausbreitet (Erythema migrans). Begleitend können unspezifische Symptome auftreten, wie z.B. Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen und Lymphknotenschwellungen.
  • Entwickelt sich die Erkrankung weiter, können Wochen bis Monate später Hirnhautreizungen und Lähmungen auftreten (Neuroborreliose). Ebenso können sich schubweise oder chronische Gelenkschmerzen (Lyme-Arthritis) oder Herzbeschwerden (Lyme-Karditis) entwickeln.
  • Die Borreliose lässt sich, je nach Krankheitsstadium, behandeln, sofern die Infektion nicht schon zu weit fortgeschritten und irreparable Schäden verursacht hat.

Übertragung

  • Die Zecken befinden sich meist in Wäldern, Gehölz und Gräsern und können dort auf den Menschen übertreten und ihn stechen.
  • Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist in Deutschland März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
  • Die meisten Zeckenstiche werden in der Freizeit bei Freilandaufenthalten erworben.

Schutz

  • Guter Zeckenschutz durch vorbeugende Maßnahmen, wie z.B. Hautbedeckende Kleidung (u.a. langärmelige Hemden, lange Hosen, Strümpfe und ein festes Schuhwerk) und Zeckenabweisende Cremes und Lotionen.
  • Körper nach Zecken absuchen (nach einem Aufenthalt in der Natur, v.a. bei Kindern).
  • Zecke sofort entfernen. Ist es zum Zeckenstich gekommen, sollte die Zecke umgehend - am besten mit einer "Zecken-Pinzette" - entfernt werden. Manipulationen zur Zeckenentfernung, wie z.B. durch Öl, Klebstoff, Nagellack, Alkohol, sowie ein "abbrennen" der Zecke und quetschen und drücken des Zeckenlaibes sollte vermieden werden, da dadurch die Erregerübertragung von der Zecke auf den Menschen begünstigt wird.
  • Bei Beschwerden Arzt aufsuchen. Beim ersten Auftreten von Beschwerden nach einem Zeckenstich sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
  • Besonders gefährdete Berufsgruppen: Waldarbeiter, Jäger, Förster und Landwirte. 

Graslauf Fotolia / Mattof Zeckenstich Fotolia / Shishiga Borreliose - Erythema migrans Fotolia / Ingo Bartussek Zeckenentfernung Fotolia / Astrid Gast