Chikungunya Fieber

tucan
  • Chikungunya Fieber wird durch Viren verursacht.
  • Die Viren werden durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen.
  • Typische Beschwerden sind hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Die Erkrankung heilt in der Regel nach ca. 1 Woche von selbst aus.
  • Die Gelenkschmerzen können jedoch über Monate anhalten.
  • Zwischen 13-53 Erkrankungsfälle/Jahr bei deutschen Rückreisenden
  • Guter Mückenschutz ist die einzige Möglichkeit sich vor der Infektion zu schützen.

Chikungunya Fieber wird durch Virenverursacht (sog. Alphaviren der Familie Togaviridae). Es kommt überwiegend in Afrika, Südostasien, Indien und vor allem auch Süd- und Mittelamerika, sowie der Karibik vor. Das Chikungunya-Virus wurde u.a. besonders aus den mittelamerikanischen Ländern wie Belize, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama berichtet, sowie auf den Philippinen, in Malaysia, Thailand, Kambodscha, Myanmar, Sri Lanka, Indien, Senegal, Gambia, Guinea und Tansania beobachtet. Im Zuge der globalen Erwärmung tritt die Überträgermücke nun auch in Europa auf. Daher sind saisonale Ausbrüche auch in Südeuropa möglich. So kam es im Jahr 2007 zu einem Chikungunya-Ausbruch in der Region von Emilia Romagna (Nord-Italien) an der über hundert Menschen erkrankten.

Chikungunya-Fieber Ausbruch 2013 - 2015

Seit 2013 besteht ein größerer Chikungunya-Fieber-Ausbruch in den Ländern der Karibik, Mittel- und Südamerikas der 2015 noch weiter anhielt und zu über 1, 2 Mio. Erkrankungen geführt hat. Nachfolgende Länder, Inseln oder Regionen waren  besonders betroffen: Belize, Bermuda, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Französisch Guyana, Guatemala, Guyana, Honduras, Nicaragua, Mexico, Panama, Paraguay, Suriname, Venezuela und die Vereinigten Staaten von Amerika. Ebenso waren folgende Karibische Inseln betroffen: Aruba, Anguilla, Antigua & Barbuda, Bahamas, Barbados, Brit. Jungferninseln, Cayman Inseln, Curacao, Dominica, Dominikanische Republik, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Jamaika,  Martinique, Montserrat,  Puerto Rico, Saint-Barthélemy,  Saint Kitts & Nevis,  Saint Lucia, Saint Martin, Saint Vincent & Grenadinen, Sint Maarten, Trinidad & Tobago, Turks & Caicos, Jungferninseln (US).

Typische Beschwerden

Der Name "Chikungunya" kommt aus Tansania und bedeutet "der gekrümmt Gehende". Damit werden die Hauptbeschwerden der Erkrankung beschrieben, nämlich sehr starke Muskel- und Gliederschmerzen die zu einer schmerzhaft zusammengekrümmten Körperhaltung führen können. Meistens 7-9 Tage nach Infektion (Inkubationszeit 3-12 Tage) entwickelt der Patient hohes Fieber, eine Hautrötung (oft am ganzen Körper) und sehr starke Muskel- und Gelenkschmerzen, die ungefähr eine Woche anhalten. Danach tritt in der Regel eine Besserung des Allgemeinbefindens ein und die Krankheit heilt von selber aus. Bei 5-10% der Patienten können Gelenkschmerzen über Monate (eventuell Jahre) anhalten.

Bedeutung für Reisende und Übertragung:

Im Jahr kommt es zu zwischen 13-53 Erkrankungsfälle bei deutschen Rückreisenden. Unter den Infektionsländern befinden sich Mittelamerika und die Karibik, Indien, Kenia, Madagaskar, Malaysia, die Malediven, Mauritius, Myanmar, die Philippinen, Sri Lanka und Thailand. Die meisten Erkrankten sind in der Altersgruppe der 30-59-Jährigen.Chikungunya-Viren werden durch tag- und nachtaktive Mücken (sog. Aedes aegypti, in Asien auch Culexarten) übertragen.

Schutz:

Gute Mückenschutzmaßnahmen

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