Fliegenmadenbefall

(siehe auch) Erkrankungen durch Hautparasiten

Der Fliegenmadenbefall wird durch Fliegen verursacht, die ihre Maden zur Weiterentwicklung in Muskelgewebe von Säugetieren oder Menschen ablegen. Sie dringen aus dem Fliegenei in die Haut ein und verbergen sich in einem furunkelartigen Geschwür, aus dem sie nach einer Reifezeit schlüpfen. Diese Myiasis oder Madenfraß genannte Erkrankung ist durch eine starke Schmerzhaftigkeit der entstandenen Furunkel gekennzeichnet.

Übertragung:

Schmeißfliegen legen ihre Eier und Fleischfliegen ihre Larven, auf Wundsekreten sowie auf der Nasenschleimhaut, in den Augenwinkeln, in den Ohrgängen als auch der Kopfhaut ab. Die afrikanische Tumbufliege legt ihre Eier auf Körpersekreten, wie Urin und Schweiß am Boden oder auf der Wäsche, ab. Die amerikanische Dasselfliege wiederum heftet ihre Eier an Insekten, so dass Stechmücken ihr als Überträger auf den Menschen dienen. Bei Hautkontakt schlüpfen die Larven aus den Eiern und dringen in die Haut ein. Sie bilden schmerzhafte Hautknoten, die mit Fieber einher gehen können. Die Larven können in der Regel leicht aus der Hautöffnung herausgepresst werden und sollten so schnell wie möglich entfernt werden.

Schutz:

Sorgfältige und tägliche Körperhygiene. In den Tropen sollten Wäsche und Handtücher nicht auf dem Boden getrocknet werden.