Gelbfieber

tucan
  • Lebensbedrohliche Infektionskrankheit mit jährlich schätzungsweise 200.000 Erkrankungs- und 30.000 Todesfälle.
  • Die Gelbfieber-Viren werden durch Mücken übertragen.
  • Für Reisende (die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind) endet die Erkrankung in 50-60% der Fälle tödlich.
  • Vorkommen in 47 Ländern: Afrika 34 und Mittel- und Südamerika (13).
  • 90% der Gelbfieber-Fälle werden aus Afrika berichtet.
  • Es gibt eine wirksame Schutzimpfung
Gelbfieber stellt nach wie vor eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Insgesamt 47 Länder gelten als Länder mit Gelbfieber Endemiegebieten. Einer Untersuchung zufolge kam es im Jahr 2013 zu zwischen 84.000-170.000 schwerwiegende Gelbfieber-Erkrankungen und 29.000-60.000 Todesfällen. Weltweit treten jährlich schätzungsweise 200.000 Gelbfieber-Fälle auf – darunter geschätzt 30.000 Todesfälle. 90% aller Infektionen treten in Afrika auf.

Das Gelbfieber wird durch Viren (sog. Flavivirus febricis) verursacht. Zu Beginn der Erkrankung treten grippeähnliche Beschwerden auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu Fieber, inneren Blutungen, Gelbsucht und Nierenschäden. Rund 15% entwickeln einen ernsten Krankheitsverlauf, wiederum die Hälfte dieser Patienten verstirbt. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50-60% der Fälle tödlich.

Länder mit Gelbfieber-Risikogebieten

In vielen Ländern mit Gelbfieber-Vorkommen entwickelte die Bevölkerung im Laufe der Jahre eine natürliche Immunität. Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist die natürlich erworbene Immunität der einheimischen Bevölkerung zurückgegangen, was in der Folge zu einem anstieg von Gelbfieber-Fällen geführt hat. Ursächlich werden dafür klimatische Veränderungen, die Abholzung tropischer Regenwälder, Urbanisierungen und Bevölkerungswanderungen gesehen. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht, die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Die Infektionskrankheit tritt in 47 Ländern Afrikas südlich der Sahara (34) sowie Mittel- und Südamerika (13) auf.

Afrika:

Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Burundi, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Sao Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Tansania, Togo, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik
 
Als Länder mit geringen Gelbfieber-Übertragungsrisiko gelten: Sambia, Tansania, Eritrea, Somalia und Sao Tome & Principe. 


Mittel- und Südamerika:
Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch Guayana, Guayana, Kolumbien, Panama, Peru, Surinam, Venezuela, Trinidad & Tobago, Argentinien und Paraguay

Übertragung:

Die Übertragung der Gelbfieberviren erfolgt durch Stechmücken.

Schutz:

Gelbfieber-Schutzimpfung Die Impfung wird in vielen Ländern nach Aufenthalt in einem Gelbfiebergebiet bzw. bei Einreise in ein Land mit Gelbfiebergebieten vorgeschrieben. Für die Einreise beginnt ein gültiger Impfnachweis (= amtliche Gültigkeit) 10 Tage nach der Impfung. Abgesehen von der Impfpflicht ist in Gelbfiebergebieten die Vorbeugung vor der Erkrankung durch den wirksamen Impfschutz sinnvoll und grundsätzlich empfohlen. Ein guter Mückenschutz sollte stets durchgeführt werden.

Nach Prüfung einer Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2013 wurde darauf hingewiesen, dass eine einzige Impfdosis der Gelbfieber-Impfung ausreicht, um lebenslang vor Gelbfieber geschützt zu sein. Den Hinweis darauf ergaben zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre. Innerhalb von 30 Tagen bildet sich bei 99% aller Geimpften der vollständige immunologische Schutz aus. Die WHO hat der Änderung hinsichtlich der Gelbfieber-Impfschutzdauer im Mai 2014 offiziell zugestimmt. Demnach ist eine einmalige Gelbfieber-Impfung erforderlich um einen lebenslangen Schutz zu gewährleisten. Eine Auffrischimpfung ist nicht mehr erforderlich. Im Juli 2016 ist die Internationale Gesundheitsvorschrift (IGV) welche eine einmalige Gelbfieber-Impfung vorsieht, in Kraft getreten. Allerdings sind die Bestimmungen noch in vielen Ländern nicht umgestellt worden. Daher ist es sinnvoll bei Reisen in Länder mit Gelbfieber- Impfvorschriften (auch Transit), sich über die jeweiligen aktuellen Vorschriften bei einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle oder der Botschaft des Einreiselandes zu informieren.

Aedes, Blutsaugend iStock/Sojvp2112