Hepatitis D

tucan
  • Das Hepatitis-D-Virus ist ein inkomplettes Virus, das nur zusammen mit dem Hepatitis-B-Virus aktiv werden kann.
  • In 70-90% der Fälle führt Hepatitis D zu schweren chronischen Verläufen.
  • Hepatitis-D-Viren werden durch Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut und Sperma  übertragen.
  • Eine Hepatitis-B-Impfung schützt auch vor Hepatitis D.

Vorkommen

Die Hepatitis D tritt weltweit auf. Ein erhöhtes Vorkommen befindet sich in Afrika (v.a. zentrale und westliche Regionen), Asien (v.a. Zentral- und Nordasien, Vietnam, Mongolei, Pakistan, Japan und Taipei), den Pazifischen Inseln (Kiribati, Nauru), dem Mittleren Osten (alle Länder), Osteuropa (Rumänien, östlicher Mediterraner Raum, Türkei), Südamerika  (Amazonas Becken) und Grönland. Die WHO schätzt, dass weltweit zwischen 15-20 Mio. Menschen Hepatitis D infiziert sind.

Beschwerden 

Das Hepatitis-D-Virus ist ein inkomplettes Virus, das nur zusammen mit dem Hepatitis B Virus (d.h. bei Hepatitis-B-Infizierten) aktiv werden und zum Krankheitsbild der Hepatitis D führen kann. Bei einer Hepatitis-D-Erkrankung kann es zu schweren und dauerhaften Gesundheitsschäden kommen, u.a. der Zerstörung der gesamten Leber. 

Übertragung

Das Hepatitis-D-Virus wird über Körperflüssigkeiten, insbesondere über Blut und Sperma, übertragen. In Westeuropa und Nordamerika sind eher Personengruppen mit Blutexposition (z.B. durch i.v.-Drogenkonsum) von der Infektion betroffen.

Hepatitis B-Impfung schützt

Nachdem für den Ausbruch der Erkrankung die Anwesenheit von Hepatitis B Viren erforderlich ist, bedeutet der Impfschutz gegen Hepatitis B auch gleichzeitig ein Schutz gegen Hepatitis D.

Weitere Schutzmaßnahmen bestehen im
  • konsequenten Gebrauch von Kondomen 
  • der Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken ("safer sex")
  • sowie der Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien bei Drogenkonsum

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