Vorkommen

  • Die Lepra tritt vor allem in Südostasien, Afrika, Amerika und dem westpazifischen Raum auf.
  • Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Zahl der Erkrankungen auf rund 200.000.
  • Davon werden rund 95% dieser Fälle aus folgenden Ländern berichtet: Angola, Bangladesch, Brasilien, China, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien, Madagaskar, Mosambik, Myanmar, Nepal, Nigeria, Philippinen, Süd-Sudan, Sri Lanka, Sudan und Tansania. Länder mit Schwerpunkten sind u.a. Indien, Indonesien, Myanmar und Brasilien.

Beschwerden

  • Die Lepra (Aussatz) ist eine chronische Infektionskrankheit.
  • Die Inkubationszeit beträgt zwischen 9 Monate bis 20 Jahre.
  • Sie wird durch ein Bakterium (Mycobacterium leprae) verursacht, das bevorzugt die Schleimhaut des oberen Atemweges, die Augen und Hoden befällt.
  • Im weiteren Krankheitsverlauf sind auch Muskeln, Knochen und Gelenke betroffen, so dass es unbehandelt nach einem längeren Zeitraum zur Erblindung, Lähmung und Verstümmelung kommt.

Übertragung

  • Die Übertragung erfolgt mittels Tröpfcheninfektion.
  • Es benötigt einen langfristigen, engen Kontakt mit einem Infizierten bis es zur Infektion mit dem Erreger kommt.
  • Zu den Risikogruppen gehören Kinder und junge Erwachsene.
  • Nur max. 10% der Infizierten erkranken.
  • In der Reisemedizin spielt die Lepra eine sehr geringe Rolle. Seit 2001 wurden dem RKI im zwischen 0 bis 5 Lepra-Fälle pro Jahr gemeldet.
  • Größere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Verstümmelungen oder Lähmungen betreffen vor allem die einheimische Bevölkerung, aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung und notgedrungenen Lebensumständen in ärmlichen und unhygienischen Verhältnissen.

Schutz

  • Die Ursache von Lepra-Infektionen steht oft im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene, Unterernährung und einem geschwächten Abwehrsystem, daher besteht für Reisende ein sehr geringes Infektionsrisiko.
mycobacteriae-leprae