Malaria

tucan
  • Grundsätzlich gibt es kaum Beschwerden, die nicht im Rahmen einer Malariaerkrankung auftreten könnten.
  • An eine Malaria sollte immer gedacht werden, wenn nach Reiserückkehr aus einem Malariagebiet Fieber auftritt.
  • Die Malaria wird durch Parasiten (sog. Plasmodien) verursacht.
  • Die lebensgefährliche Form ist die "Malaria tropica" und wird durch P. falciparum verursacht.
  • Bei der gefährlichen Form der Malaria kann es innerhalb von Stunden zu Komplikationen kommen, die unbehandelt zum Tod führen können.
  • Nach Infektion durch die Malariaerreger kann es zwischen 5 Tagen bis zu einem Jahr zum Ausbruch der Erkrankung kommen (sog. Inkubationszeit).
  • Bei Malariaverdacht sollte unbedingt sofort ein Arzt oder medizinische Hilfe aufgesucht werden.
  • Grundsätzlich ist jede Malaria heilbar, sofern eine Therapie rechtzeitig begonnen wurde.
Malaria, Blutausstrich, P. falciparum iStock/Marwani22

Die Malaria wird durch Parasiten (sog. Plasmodien) verursacht. Die Schwere der Erkrankung wird zum einen durch die Parasitenart, zum anderen über die Menge der Parasiten im Blut, bestimmt. Es gibt unterschiedliche Malariaformen. Man unterscheidet die milden Formen der "Malaria tertiana" und "Malaria quartana" von der lebensgefährlichen Form der "Malaria tropica". Nach Infektion durch die Malariaerreger kann es im Zeitraum von 5 Tagen bis zu einem Jahr zum Ausbruch der Erkrankung kommen. Die Beschwerden der Malaria können sehr unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich gibt es kaum Beschwerden, die nicht im Rahmen einer Malariaerkrankung auftreten könnten. Charakteristischerweise tritt ein hohes Fieber meist gemeinsam mit Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost und Gliederschmerzen auf. Theoretisch tritt das Fieber bei der Malaria tropica täglich, bei der Malaria tertiana an den Tagen 1 und 3 (daher die Bezeichnung "tertiana - dreitägig"), bei der seltenen Malaria quartana an den Tagen 1 und 4 (daher die Bezeichnung "quartana - viertägig") auf. Im weiteren Verlauf kann es bei der gefährlichen Form der Malaria innerhalb von Stunden zu Komplikationen kommen, die unbehandelt zum Tod führen können.

Grundsätzlich ist jede Malaria heilbar, sofern eine Therapie rechtzeitig begonnen wurde.

Da bei der Malaria tertiana und quartana nur ungefähr 1% der roten Blutkörperchen von den Erregern befallen werden, verläuft das Krankheitsbild bei diesen Formen nicht so schwer. Nachdem hingegen bei der Malaria tropica bis zu 80% der roten Blutkörperchen befallen sein können, kommt es hier häufig zu schweren Krankheitsbildern und auch zum Tod. Eine Behandlung zum schnellst möglichen Zeitpunkt entscheidet über die Heilungschancen. Bei Malariaverdacht sollte unbedingt sofort ein Arzt oder medizinische Hilfe aufgesucht werden. Ist dies aufgrund der Reiseumstände nicht möglich, kann eine Notfallselbstbehandlung durchgeführt werden. Nach der erfolgten Behandlung sollte jedoch immer sobald als möglich ein Arzt zur vollständigen Abklärung aufgesucht werden.

Malaria bei Reiserückkehrern

Die Erfahrung zeigt, dass fast alle Falciparum-Malaria-Fälle bei nicht immunen Reisenden innerhalb von 4 Monaten nach der Rückkehr auftreten. Die "gutartige" Form der Malaria, die  Malaria tertiana kann auch noch später und trotz richtig durchgeführter Prophylaxe auftreten. Sie verläuft in der Regel leicht und ist vor allem nicht lebensbedrohlich wie die Malaria tropica. Bei Reisen nach Südostasien (Malaysia, v.a. Sabah und Sarawak, Philippinen, Myanmar, Thailand), sollte auch an die Möglichkeit einer Infektion mit Plasmodium knowlesi gedacht werden. Bei dieser Erregerart besteht wegen der kurzen Zyklusdauer (nur 24 Stunden!) die Gefahr, dass sich die Malaria sehr schnell entwickelt und lebensbedrohlich verlaufen kann.

Übertragung:

Die Übertragung der Malariaerreger erfolgt in erster Linie über die dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücke.

Schutz:

Es gibt noch keinen 100%-igen Schutz vor Malaria. Die konsequente Einhaltung und Durchführung verschiedener Schutzmaßnahmen ermöglichen jedoch das Infektionsrisiko erheblich zu reduzieren. Zu dieser Vorbeugung gehören: Gute Mückenschutzmaßnahmen, sowie - je nach Risiko - eine Malaria-Notfallmedikation oder Malaria-Chemoprophylaxe.