Malaria

tucan
  • An eine Malaria sollte man denken, wenn nach Reiserückkehr aus einem Malariagebiet Fieber auftritt.
  • Die lebensgefährliche Form ist die "Malaria tropica"
  • Bei der gefährlichen Form der Malaria kann es innerhalb von Stunden zu Komplikationen kommen, die unbehandelt zum Tod führen können.
  • Fünf Tage nach Einreise in ein Malariagebiet kann frühestens eine Malaria auftreten. 
  • Bei Malariaverdacht sollte unbedingt sofort ein Arzt oder medizinische Hilfe aufgesucht werden.
  • Grundsätzlich ist jede Malaria heilbar, sofern eine Therapie rechtzeitig begonnen wurde.

Vorkommen

  • Die Malaria tritt vor allem in Afrika südlich der Sahara, sowie in Asien, Mittel- und Südamerika auf.

Beschwerden

  • Es gibt unterschiedliche Malariaformen.
  • Milde Malariaformen sind "Malaria tertiana" und "Malaria quartana"
  • Die lebensgefährliche Malariaform ist die "Malaria tropica" und wird durch P. falciparum verursacht.
  • Nach Infektion durch die Malariaerreger kann es im Zeitraum von 5 Tagen bis zu einem Jahr zum Ausbruch der Erkrankung kommen (Inkubationszeit).
  • Die Beschwerden der Malaria können sehr unterschiedlich ausfallen.
  • Grundsätzlich gibt es kaum Beschwerden, die nicht im Rahmen einer Malariaerkrankung auftreten könnten.
  • Charakteristischerweise tritt ein hohes Fieber meist gemeinsam mit Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost und Gliederschmerzen auf.
  • Theoretisch tritt das Fieber bei der Malaria tropica täglich, bei der Malaria tertiana an den Tagen 1 und 3 (daher die Bezeichnung "tertiana - dreitägig"), bei der seltenen Malaria quartana an den Tagen 1 und 4 (daher die Bezeichnung "quartana - viertägig") auf.
  • Bei der Malaria tropica kann es innerhalb von Stunden zu Komplikationen kommen, die unbehandelt zum Tod führen können.
  • Grundsätzlich ist jede Malaria heilbar, sofern eine Therapie rechtzeitig begonnen wurde.
  • Da bei der Malaria tertiana und quartana nur ungefähr 1 % der roten Blutkörperchen von den Erregern befallen werden, verläuft das Krankheitsbild bei diesen Formen nicht so schwer.
  • Nachdem hingegen bei der Malaria tropica bis zu 80 % der roten Blutkörperchen befallen sein können, kommt es hier häufig zu schweren Krankheitsbildern und auch zum Tod.
  • Eine Behandlung zum schnellst möglichen Zeitpunkt entscheidet über die Heilungschancen.
  • Bei Malariaverdacht sollte unbedingt sofort ein Arzt oder medizinische Hilfe aufgesucht werden. Wenn dies aufgrund der Reiseumstände nicht möglich ist, kann eine Notfallselbstbehandlung durchgeführt werden. Nach der erfolgten Behandlung sollte jedoch immer sobald als möglich ein Arzt zur vollständigen Abklärung aufgesucht werden.

Bedeutung für Reisende

  • Meistens treten fast alle Malaria tropica-Fälle bei nicht immunen Reisenden innerhalb von 4 Monaten nach der Rückkehr auf.
  • Die "gutartige" Form der Malaria (Malaria tertiana) kann auch noch später und trotz richtig durchgeführter Prophylaxe auftreten. Sie verläuft aber in der Regel leicht und ist vor allem nicht lebensbedrohlich
  • Bei Reisen nach Südostasien (Malaysia, v.a. Sabah und Sarawak, Philippinen, Myanmar, Thailand), kann es möglicherweise auch zu einer Infektion mit Plasmodium knowlesi kommen. Bei dieser Erregerart besteht wegen der kurzen Zyklusdauer (nur 24 Stunden!) die Gefahr, dass sich die Malaria sehr schnell entwickelt und lebensbedrohlich verlaufen kann.

Übertragung

  • Die Malaria wird durch Parasiten (sog. Plasmodien) verursacht.
  • Die Schwere der Erkrankung wird zum einen durch die Parasitenart, zum anderen über die Menge der Parasiten im Blut, bestimmt.
  • Die Übertragung der Malariaerreger erfolgt in erster Linie durch die dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücke.

Schutz

  • Es gibt noch keinen 100 %-igen Schutz vor Malaria.
  • Die konsequente Einhaltung und Durchführung verschiedener Schutzmaßnahmen können das Infektionsrisiko erheblich reduzieren.
  • Expositionsprophylaxe erfolgt durch gute Mückenschutzmaßnahmen
  • Eine ärztliche Beratung zur Empfehlung einer individuell angemessenen Malaria-Prophylaxe ist empfohlen.
  • Die medikamentöse Prophylaxe erfolgt - je nach Risiko - durch eine Malaria-Notfallmedikation oder Malaria-Chemoprophylaxe.
Malaria, Blutausstrich, P. falciparum iStock/Marwani22 Malaria, Anophelesmücke iStock/smuay Mückenschutz (1) Fotolia / bignai Mückennetz - Costa Rica iStock / piccaya