Masern

tucan
  • Masern ist eine der ansteckendsten Krankheiten.
  • Masern treten in vielen Reiseländern auf.
  • Masern-Viren werden über Tröpfcheninfektion übertragen.
  • Bevor es eine Masern-Schutzimpfung gab (1980), starben jährlich ca. 2,6 Mio. Menschen an Masern [WHO, 2016].
  • Durch weltweite Impfkampagnen ist die Zahl der Masern-Todesfälle bis zum Jahr 2014 auf 114.900 gemeldete Fälle zurück gegangen.
  • Die Masern-Schutzimpfung konnte im Zeitraum der Jahre 2000-2014 ca. 17,1 Mio. Masern-Todesfälle verhindern ([WHO, 2016]
  • Weltweit sterben täglich 314 Menschen an Masern  - vornehmlich Kinder.

Die Masern werden durch Masern-Viren verursacht. Das Virus befällt vor allem die Schleimhäute des Atemtraktes und der Augen. Da das Virus hoch infektiös ist, erkrankt in der Regel jeder der sich erstmalig ansteckt. Die Beschwerden treten ca. 8 - 12 Tage nach der Infektion auf. Dabei kommt es bei einem charakteristischen Krankheitsverlauf zu hohem Fieber, Husten und einer Bindehautentzündung der Augen. Nach ungefähr 14 Tagen tritt ein typischer roter, kleinfleckiger Hautausschlag, das sog. Masernexanthem auf. Bei einem gutartigen Verlauf verschwindet der Hautausschlag in aller Regel schon nach acht Tagen. Kommt es zu keiner Linderung der Beschwerden wächst die Gefahr von ernsthaften Komplikationen im weiteren Krankheitsverlauf. Dabei kann es u.a. zu Lungen- oder Mittelohrentzündungen, Infektionen des Kehlkopfes und der Luftröhre, als auch zu Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) und seiner Häute (Meningitis) kommen. Über 20 % der Kinder, bei denen sich eine Masern-Enzephalitis entwickelt, sterben daran. Die Überlebenden leiden oft an dauerhaften Schäden. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können daran erkranken. Sie entwickeln meistens einen schwereren Krankheitsverlauf und haben gegenüber Kleinkindern eine wesentliche höhere Komplikationsrate. Masern sind weltweit verbreitet. In Regionen mit geringen Masern-Impfraten kann es infolge der hohen Infektiosität des Masern-Virus immer wieder zu Masernausbrüchen kommen. Daher gehören die Masern in Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika und Asien, zu den zehn häufigsten Infektionskrankheiten. In Deutschland ist durch die seit 30 Jahren praktizierte Masernimpfung die Häufigkeit der Erkrankung zurückgegangen.

Übertragung:

Masern sind hoch ansteckend. Die Krankheit wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dabei wird das Virus über die Schleimhäute des Atemtraktes als auch über die der Augen aufgenommen und kann somit eine Infektion verursachen. Wer einmal an Masern erkrankt ist, entwickelt eine lebenslange Immunität, die ihn vor einer erneuten Masernerkrankung schützt.

Schutz:

Masern-Impfung. Die Effektivität einer Masern-Impfstoffdosis beträgt - unabhängig von Alter und geografischer Region - im Durchschnitt 91%. Nach einer zweimaligen Masern-Schutzimpfung beträgt die Impfeffektivität zur Verhinderung einer Masernerkrankung 92% - 99% (RKI). Durch den ständig wachsenden Fernreise-Tourismus sind Reisende zunehmend in die weltweite Masernsituation involviert. Immer wieder infizieren sich Reisende ohne Masernschutz während ihres Urlaubs und bringen die Infektionskrankheit in ihr Heimatland zurück. Dort kommt es zur Ansteckung weiterer Personen, die ebenfalls keinen Masernschutz hatten. Daher empfiehlt das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen grundsätzlich den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, ist eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen ≥ 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen. Wenn ungeimpfte oder nur einmal geimpfte Personen Kontakt zu einer an Masern erkrankten Person hatten, sollten sie innerhalb der nächsten drei Tage nach Kontakt eine Schutzimpfung erhalten.

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