tucan
  • Die Meningokokken-Meningitis wird durch Bakterien (sog. Neisserien) verursacht.
  • Es handelt sich bei der Erkrankung um eine eitrige Hirnhautentzündung.
  • Erste Anzeichen: Plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
  • Eine "Meningokokken-Sepsis" kann binnen 24 Stunden zum Tode führen.
  • Meningokokken treten weltweit auf.
  • Der "Meningitisgürtel" zieht sich in der Sahelzone Afrikas von Ost nach West und stellt ein Gebiet mit erhöhter Infektionsgefahr dar.
  • Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.
  • Es gibt Schutzimpfungen gegen verschiedene Meningokokken-Serogruppen.

Vorkommen

  • Meningokokken-Erkrankungen treten weltweit auf.
  • Größere Ausbrüche traten in den letzten Jahren v.a. im Meningitisgürtel der Subsahara und in Asien auf und werden überwiegend durch die Serogruppen A, aber auch C, W und X verursacht.
  • Langsamer verlaufende Epidemien werden v.a. durch Meningokokken der Serogruppe B in Europa (Island, Norwegen, Irland, Spanien und den Niederlanden), sowie in den USA, Mittelamerika und Neuseeland berichtet.
  • Die Mehrzahl der Erkrankungen wird in den Industrieländern v.a. durch die Serogruppen B und C verursacht (in den USA auch Y).
  • In Deutschland werden über die Hälfte (ca. 60%) der Meningokokken-Erkrankungen durch die Serogruppe B verursacht; jeweils 10-15% entfallen auf die Serogruppen C, W und Y.
  • In den USA und Europa kommt es vor allem im Winter und Frühjahr zu Erkrankungen (30-40% im ersten Jahresquartal).
  • Der sogenannte "Meningitisgürtel", der sich in der Sahelzone Afrikas von Ost nach West zieht, stellt ein Gebiet mit erhöhter Infektionsgefahr dar, in dem es in regelmäßigen Abständen - in Abhängigkeit von Trockenzeiten zu Ausbrüchen kommt. Zu den afrikanischen Ländern mit häufigem Auftreten der Meningokokken-Meningitis zählen: Senegal, Mali, Burkina Faso, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Elfenbeinküste, Niger, Tschad, Nigeria, Ghana, Togo, Benin, Kamerun, Zentralafrika, Sudan, Ägypten, Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Malawi, Mosambik, Sambia, Botsuana, Namibia, Angola, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Gabun und Äthiopien.

Beschwerden

  • Die Meningokokken-Meningitis wird durch Bakterien (sog. Neisserien) verursacht.
  • Die Bakterien (Meningokokken) gehören unterschiedlichen Serogruppen an. Sechs Serogruppen (A, B, C, W135, X und Y) sind für die Mehrzahl aller weltweit gemeldeten Meningokokkeninfektionen verantwortlich.
  • Es handelt sich bei der Erkrankung um eine eitrige Hirnhautentzündung.
  • Erste Krankheitszeichen sind plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
  • Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es zu einer lebensgefährlichen Entzündung von Organen (Gehirn, Lunge, Herz) kommen.
  • Die gefürchtete "Meningokokken-Meningitis" sowie die "Meningokokken-Sepsis" können innerhalb 24 Stunden tödlich verlaufen.

Übertragung

  • Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (mittels Atemluft).
  • Begünstigende Faktoren einer Übertragung sind: Klimatische Verhältnisse (z.B. Trockenzeiten), grosse Menschenmengen (z.B. Pilgerreisen insbesondere Hajj, Großstädte), beengende Wohnverhältnisse (z.B. Slums).
  • Ein erhöhtes Übertragungsrisiko besteht für Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten oder Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten).

    Schutz

  • Meningokokken-Meningitis-Schutzimpfung
  • Durch das weltweite Auftreten der Meningokokken der Serogruppen A, B, C W135 und Y empfiehlt sich bei erhöhtem Risiko während der Reise ein Impfschutz.
  • Für Reisen: Die Entscheidung für eine Meningokokken-Impfung A,C,W135, Y oder Meningokokken-Impfung B erfolgt nach Vorkommen der Serogruppen und individueller Risikoabschätzung (ausgenommen Länder-Impfvorschriften). 

    Meningokokken Fotolia / Ezume Images, Meningokokken Impfen iStock/pressdigital