Q-Fieber

Synonyme: Nine mile fever, Query fever, Schlachthausfieber, Red river fever

Das Q-Fieber wird durch Bakterien, sog. Coxiella (Coxiella burnetti) verursacht. Die Erreger des Q-Fiebers sind weltweit verbreitet, v.a. in Nordafrika, Europa, USA und China. Ungefähr 12 - 30 Tage nach der Infektion kommt es zu Fieber mit grippeähnlichen Beschwerden. Im weiteren Verlauf können sich Husten und Lungenentzündung entwickeln. Kommt es zu Komplikationen, so können Entzündungen des Herzmuskels und -beutels sowie der Leber zu ernsten gesundheitlichen Folgen führen. Die akute Erkrankungsphase dauert im Regelfall ungefähr eine Woche. In weniger als 1 % der Fälle kommt es zu länger andauernden sog. "chronischen" Krankheitsverläufen. Das Q-Fieber wird durch Antibiotika behandelt.

Übertragung:

Durch Einatmen des Erregers mittels Atemluft (durch Einatmen von "Aerosolen" = Erregerhaltige Luftteilchen) oder aber auch Kontakt oder Verzehr infektiöser tierischer Produkte (u.a. Wolle, Milch, Fleisch). Der Erreger wird von Zecken auf Nutztiere (v.a. Rind, Schaf, Ziege), kleine Nagetiere und auch Vögel (Tauben) übertragen, aber auch im Kot von Zecken ausgeschieden. Im Kot der Zecken kann der Erreger auf trockenen Böden bis zu 1,5 Jahren und auf feuchten Stallböden bis zu drei Monaten überleben. Durch Einatmen des Erregers v.a. in Nutztierstallungen, aber auch bei Waldexpeditionen durch den Kontakt mit Wildtieren können die Erreger übertragen werden. Daher sind vor allem Personen in der Landwirtschaft und Tierzucht aber auch Camper die sich in der Nähe von Stallungen aufhalten gefährdet.

Schutz:

Eine Impfung gegen Q-Fieber wird Personen, die in der Landwirtschaft oder bei Tierzuchten tätig sind, empfohlen. Die Impfung ist regional verfügbar, aber nicht im Handel. Für Reisende ist diese Impfung nicht erforderlich, da das Erkrankungsrisiko sehr gering ist. Vermeidet man den Kontakt zu Nutztieren und ihren Stallungen als auch den Genuss von tierischen Produkten (wie u.a. Milch, Fleisch, etc.) oder auch Wollprodukten (v.a. Rohmaterial), so kann das Risiko auf ein Minimum reduziert werden.