Sandmückenfieber

Synonyme: Dreitage-Fieber, Pappataci fever, Pappatasi-Fieber, Phlebotomusfieber, Sand-fly fever, SF

Das Sandmückenfieber wird durch Viren verursacht (sog. Phleboviren der Familie Bunyaviridae). Die Krankheit tritt im gesamten Mittelmeerraum, im Balkan, Südeuropa, sowie in Afrika, Asien, Zentral- und Südamerika auf. Der Stich der Sandmücke ist oft mit einem schmerzhaften Juckreiz verbunden, da die Mücke durch ihren Speichel ein besonderes Gift überträgt, das zu allergischen Hautreaktionen führen kann. Ungefähr 3 - 5 Tage nach der Infektion kommt es zu plötzlichem Fieber mit grippeähnlichen Beschwerden (Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, etc.), das jedoch nach ungefähr drei Tagen von selbst wieder abklingt (daher der Name Dreitagefieber) und ohne Folgen ausheilt. Nur sehr selten werden Komplikationen wie z.B. eine Entzündung der Hirnhäute beobachtet.

Übertragung:

Übertragen werden die Viren durch den Stich der sogenannten Sandmücke (syn. Schmetterlingsmücke). Die vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Sandmücken sind von kleiner, zierlicher Gestalt (2-3 mm) und brüten sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen an feuchten, dunklen Stellen (z.B. Bäumen, Höhlen, Gebäuden). Ihre Larven entwickeln sich im Sand (daher auch der Name) oder aber auch im Mauerwerk von Häusern. Durch ihre geringe Flugweite (nur wenige 100 m) halten sich die Sandmücken zumeist in der Nähe ihrer Brutstätten auf. Durch ihre hüpfende Fortbewegung sind sie meist von den anderen Mücken leicht zu unterscheiden. Die Hauptflugzeit der Mücken ist das späte Frühjahr und der Sommer.

Schutz:

Gute Mückenschutzmaßnahmen mit hautbedeckender Kleidung, kleinmaschigen imprägnierte Mückennetzen (v.a. nachts beim Schlafen!), mückenabweisende Cremes, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen und Coils !