Zika-Virus Infektion

tucan
  • Zika-Viren werden hauptsächlich durch Mücken, in Einzelfällen auch mittels Sexualverkehr übertragen
  • Die Krankheit ist in der Regel selbst-limitierend und hält zwischen 3-7 Tage an
  • Vorkommen in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas
  • Mückenschutzmanahmen und geschützter Geschlechtsverkehr sind die einzige vorbeugende Schutzmaßnahme

Das Zika Fieber wird durch Viren verursacht, die hauptsächlich durch Mücken (Aedes) übertragen werden. In jüngster Zeit wurden auch in einzelnen Fällen die Übertragung der Viren mittels Sexualverkehr und somit die Übertragung von Mensch-zu-Mensch beobachtet. Die gesundheitlichen Beschwerden ähneln denen des Dengue-Fiebers. Meistens kommt es bei der Erkrankung zu einem Hautausschlag, mit Fieber, Augenrötung und Gelenkschmerzen. Der Hautausschlag besteht durchschnittlich für sechs Tage, die Krankheitsbeschwerden halten durchschnittlich 3-7 Tage an. Meistens verläuft die Infektion mit dem Zika-Virus jedoch milde und ohne Komplikationen. Ebenso ist es möglich, dass die Infektion unbemerkt und beschwerdefrei abläuft. Das Virus steht in Verdacht Schädelfehlbildungen bei Embryonen zu verursachen. Die Folge sind Säuglinge die mit zu kleinem Kopfumfang geboren werden (sog. Mikrozephalie) und meist geistige Behinderungen davon tragen. Weiterführende medizinische Untersuchungen werden durchgeführt. Der Erreger wurde erstmals 1947 im Zika-Wald in Uganda entdeckt, dem er auch seinen Namen verdankt. Zwischenzeitlich wurden Zika-Virus-Infektionen in verschiedenen Ländern Afrikas, Asiens und v.a. auch Lateinamerikas beobachtet. In nur wenigen Monaten breitete sich das Zika-Virus in 26 Ländern Südamerikas aus. In Deutschland besteht keine Ansteckungsgefahr.

Das Zika-Virus gilt als „emerging pathogen“

Die WHO informiert, dass sich das Zika-Virus seit Januar 2007 in 39 Ländern ausgebreitet hat. Das Zika-Virus gilt als sog. „emerging pathogen“, d.h. es handelt sich um einen neu aufkommenden Krankheitserreger, der über das Potential verfügt sich möglicherweise in viele Länder der Welt auszubreiten. In sechs Ländern (Brasilien, Französisch Polynesien, El Salvador, Venezuela, Kolumbien und Surinam) wurde eine Zunahme der Mikrozephalie bei Neugeborenen und das Guillian-Barré-Syndrom, eine akut auftretende Nervenkrankheit bei Erwachsenen im Zusammenhang mit einer Zika-Virus-Infektion festgestellt. Wissenschaftliche Beweise für einen Zusammenhang existieren jedoch bis dato noch nicht. Die WHO warnt dennoch insbesondere Schwangere, als auch Frauen mit der Absicht einer Schwangerschaft und ihre Sexualpartner vor einer Reise in Länder mit erhöhtem Zika-Virus-Vorkommen. Zudem dürfen sich Reiserückkehrer aus Ländern mit Zika-Virus-Vorkommen für 6 Monate keiner Blutspende unterziehen.

Schutz

Reiserückkehrer, insbesondere solche mit chronischen Krankheiten, sollten bei einer auftretenden Fiebersymptomatik eine Infektion mit dem Zika-Virus ausschließen. Unspezifische Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen und Hautausschlag die innerhalb von 3 Wochen nach Reiserückkehr auftreten, können auf eine Infektion mit dem Zika-Virus hinweisen. Diese Tatsache ist wichtig für schwangere Reiserückkehrerinnen oder auch von der Reise zurückkehrende Partner von Schwangeren. In beiden Fällen empfiehlt das Bernhard-Nocht-Institut eine Blutuntersuchung auf Zika-Virus.

Als wichtigster Schutz gelten Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.

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