Mückennetze

tucan

Kurzinfo & Tipps

  • In den Tropen sollte die Maschenweite so gewählt sein, dass die Maschen groß genug sind, damit die Luft gut zirkulieren kann und so klein wie möglich, dass keine Mücken durch die Maschen hindurch schlüpfen können.
  • Am sichersten ist man unter einem engmaschigen Mückennetz (0,6mm x 0,6 mm) das mit einem Insektizid imprägniert ist.
  • Hautkontakt mit dem Netz sollte beim Schlafen vermieden werden.
  • Mückennetze aus Polyester oder Polyamid sind in der Regel leichte, strapazierfähige Netze. Baumwolle hingegen ist anfällig gegenüber Feuchtigkeit und im Rucksack getragen meist schwerer als ein Kunststoffnetz.
  • Mückennetze aus Baumwolle ermöglichen als Naturstoff jedoch ein angenehmes Klima, dass in heissen Nächten mit Wasser besprengt eine angenehme Kühlung der zirkulierenden Luft bewirkt.
Malaria, Mückennetz, Bett iStock/somkcr

Die richtige Auswahl ist entscheidend!


Moskitonetze bieten einen wichtigen Schutz vor Mücken, Fliegen und anderen Insekten. Um einen wirkungsvollen Schutz zu erzielen, sollten verschiedene Kriterien für das Netz erfüllt sein:


Maschenweite:
In den Tropen sollte die Maschenweite so gewählt sein, dass die Maschen groß genug sind, damit die Luft gut zirkulieren kann und so klein wie möglich, dass keine Mücken durch die Maschen hindurch schlüpfen können. Eine Maschenweite von 1,2 mm x 1,2 mm ist üblich und empfehlenswert. Die für einen guten Malariaschutz empfohlene Maschengröße beträgt 180-200 mesh/square inch. Die kleinen Schmetterlingsmücken, die ebenfalls Krankheiten auf den Menschen übertragen, können durch diese Maschengrösse jedoch hindurch treten. Sicher ist man vor ihnen nur unter einem engmaschigen Mückennetz (0,6mm x 0,6 mm) das mit einem Insektizid imprägniert ist.


Material:
Mückennetze aus Polyester oder Polyamid sind in der Regel leichte, strapazierfähige Netze, die es in unterschiedlicher Maschengrösse und Fadenstärke gibt. Baumwolle hingegen ist anfällig gegenüber Feuchtigkeit und im Rucksack getragen sicherlich schwerer als ein Kunststoffnetz. Bei längeren Aufenthalt in den Tropen, mit einem festen Schlafplatz, bildet die Baumwolle als Naturstoff jedoch ein angenehmes Klima, dass in heissen Nächten mit Wasser besprengt eine angenehme Kühlung der zirkulierenden Luft bewirkt.


Form:
Grundsätzlich sollte das Netz so weit ausgespannt sein, dass der Schlafende keinen Hautkontakt mit dem Netz hat. Liegt der Schlafende des Nachts mit der Haut am Netz, so wird die Mücke diese Kontaktstelle finden und ihre Chance der Blutmahlzeit nützen. Kastenförmige Netze bieten meist den großräumigsten Schutz um den Schlafenden herum, während hingegen baldachin-, zelt-, oder pyramidenförmige Netze durch die Seitenschrägen, weniger Spielraum lassen. Auf jeden Fall sollte das Netz zur Befestigung am unteren Rand unter die Matratze eingeschlagen werden. Zur oberen Befestigung können Haken, Schrauben, Reißnägel, Sicherheitsnadeln und Schnüre sehr hilfreich sein. Ausserdem kann man durch einen Wall von Decken, Kissen o.ä. um sich herum das Netz vom Körper fernhalten, so dass trotz Seitenschrägen das Netz die Haut des Schlafenden nicht berührt.


Optische Prüfung:
Überprüfen Sie optisch genau die Maschengrösse und Intaktheit des Netzes. Nur ein unbeschädigtes Mückennetz, mit sinnvoller Maschengrösse, entsprechender Befestigung und großräumigen Schlafraum, kann zuverlässig vor Mückenstichen schützen.