Probleme & Risiken

tucan

Kurzinfo & Tipps

  • Todesfälle entstehen fast ausnahmslos dadurch, dass die Malariadiagnose zu spät oder gar nicht gestellt wurde.
  • Zunehmende Resistenzen der Malariaerreger gegenüber herkömmlichen Malariamedikamenten erschweren den Schutz.
  • Als nationale und internationale Fachinstanzen empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) eine der Resistenzlage der Erreger angemessene Chemoprophylaxe.

Als nationale und internationale Fachinstanzen empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) eine der Resistenzlage der Erreger angemessene Chemoprophylaxe. Im Rahmen einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung in einem persönlichen Beratungsgespräch mit dem Arzt ist die Chemoprophylaxe unter Berücksichtigung bestimmter individueller Faktoren individuell zu entscheiden, d.h. ob und zu welcher medikamentösen Malariaprophylaxae geraten wird. Bei den meisten Malaria-Fällen unter deutschen Reisenden handelt es sich um die gefährliche Form der Malaria, der Malaria tropica. Während diese lebensgefährliche Malariaart in den siebziger Jahren in Deutschland in fast 10 % der Fälle zum Tode führte sind die Todesfall-Zahlen in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen. Es gilt jedoch immer noch der Grundsatz: Jede Malaria ist heilbar, sofern sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Todesfälle entstehen fast ausnahmslos dadurch, dass die Malariadiagnose zu spät oder gar nicht gestellt wurde, weil an die Möglichkeit einer Malaria nicht gedacht worden war.


Das Problem der Malaria in der Zukunft...

Das wachsende Malariarisiko steht im engen Zusammenhang mit dem Eingriff des Menschen in die Ökologie. Mit zunehmenden Umweltveränderungen, wie zum Beispiel durch Holzfällerarbeiten, Strassen- und Bergbau, landwirtschaftliche Projekte und Bewässerungsmaßnahmen werden die Lebensumstände für die Malariamücke begünstigt. Ebenso tragen klimatische Veränderungen, sowie eingeschränkte Malariabekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen in Ländern mit politischen Unruhen und mangelnder medizinischer Versorgung, als auch Kriegen und Flüchtlingsströmen innerhalb der Bevölkerung zu einer weiteren Ausbreitung der Malaria bei. Die zunehmenden Resistenzen der Malariaerreger gegenüber den herkömmlichen Malariamedikamenten erschweren die Situation. Aufgrund dieser Situation tritt die Malaria in einigen Regionen in denen sie kontrolliert bzw. auch ausgerottet war wieder erneut auf.


...und Vergangenheit

Die Malaria ist eine der ältesten Infektionskrankheiten der Menschheit. Vor ca. 2500 Jahren vermutete man in der Medizin die Ursache der Malaria, in den Veränderungen der Luft. "Mala aria" (ital. "schlechte Luft") oder auch "Sumpffieber" waren die synonym verwandten Namen, die die Zusammenhänge zwischen der Erkrankung und der "schlechten Luft" in den Sumpfgebieten vieler Städte sahen. So ahnte man schon damals in den Gebieten der abgestandenen Gewässer die Ursache der Krankheit. Jahrhunderte später bewahrheitete sich dies in den Erkenntnissen über den Lebensraum und die Brutstätten der Anophelesmücken. Im Jahre 1897 wurde dann der Nachweis erbracht, dass Mücken die Malaria übertragen. Diese Entdeckung legte bereits den ersten Prophylaxegrundstein, dass der Schutz vor der Erkrankung durch den Schutz vor der Mücke gegeben ist. Daraufhin begann ein gezielter Kampf gegen die Malaria durch Maßnahmen gegen Mücken und Malariaerreger. Neue Forschungsinstitute wurden errichtet, Studien und Untersuchungen weltweit gestartet, um die Krankheit zu kontrollieren und ihrem verheerendem Ausmaß entgegenzuwirken. Leider konnten bislang, trotz fortschrittlicheren Wissens, nur Annäherungen einer Kontrolle gefunden werden, von der die eine oder andere in der Zukunft vielleicht eine erfolgsversprechende Bekämpfung der Malaria ermöglichen wird.

Über die aktuellen Entwicklungen der Malaria berichten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG)