5. Jul 2016

Brasilien: Olympiade trotz Zika-Virus

Brasilien, Sao Paulo, Fahne (1) iStock/filipefrazao

Die Olympiade 2016 die in wenigen Wochen in Brasilien beginnen wird, lockt weltweit Athleten und Zuschauer zu den verschiedenen Austragungsorten. Vor allem bei den Fußballspielen in Belo Horizonte, Brasilia, Manaus, Salvador und São Paulo wird einer erhöhte Anzahl an Besuchern erwartet. Brasilien ist das einzige von 60 Ländern, bei dem die Übertragung des Zika-Virus durch Mücken seit Beginn 2015 ohne Unterbruch anhält. Diese traurige Tatsache schließt auch Rio de Janeiro ein. Die WHO rät daher weiterhin Schwangeren nicht in Länder mit Zika-Vorkommen zu reisen. .

Landesweit wurden in Brasilien bis Ende Juni mehr als 1.600 Fälle von Mikrozephalie (kleiner Kopfumfang) bei Neugeborenen infolge einer  Zika-Virus-Infektion in der Schwangerschaft bekannt. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Pernambuco, Bahia und Parana. Nach Einschätzungen der WHO besteht während der XXXI Olympischen Spiele vom 5.–21. August 2016 und während der Paralympischen Spiele vom 7.-18. September 2016 jedoch keine wesentlich erhöhte Infektionsgefahr für Zika-Virus bei Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen.

Grundsätzlich erteilt die Weltgesundheitsorganisation Reisenden zu den Olympischen Spielen 2016 folgende Ratschläge:

  • Vor der Reise sollte eine reisemedizinische Beratung erfolgen und die aktuellen landesspezifischen medizinischen Empfehlungen berücksichtigt werden.
  • Tagsüber sollten regelmäßige Mückenschutzmaßnahmen durchgeführt werden, z.B. durch das bevorzugte Tragen von heller langärmeliger Kleidung und das Auftragen von Antimückencremes, - lotionen, etc. an freien Hautstellen.
  • Während des Aufenthaltes bis mindestens 8 Wochen nach Reiserückkehr sollten sorgfältige Verhütungsmethoden angewendet werden (z.B. Kondome) oder auf sexuelle Aktivität verzichtet werden, insbesondere dann wenn Beschwerden auftreten die im Zusammenhang mit Zika-Virus-Infektionen beobachtet werden.
  • Für die Unterkunft sollten klimatisierte Räume gewählt werden.
  • Von Besuchen in Stadtregionen mit mangelhaften hygienischen Zuständen sowie offenen Wasserstellen sollte abgesehen werden, da hier vermehrt Mückenbrutplätze anzutreffen sind.