13. Jul 2019

Deutschland: Vorsicht bei Aufenthalt im Grünen

Frau in der Wiese iStock / atlantic-kid

In diesem Jahr erkrankten bereits mehr als 100 Personen an FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Im gesamten Vorjahr 2018 wurden insgesamt 584 FSME-Fälle in den Risikogebieten registriert. Aktuell gibt es in Deutschland 161 Kreise die als FSME-Risikogebiete gelten. Zu den Bundesländern mit definierten Risikogebieten gehören Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Niedersachsen und das Saarland. Zu den Bundesländern mit vereinzelt auftretenden FSME-Fällen (autochton) gehören Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein; Keine FSME-Erkrankungen wurden bislang in den Hansestädten Hamburg und Bremen beobachtet. 

Erkrankungsgipfel im Juni und Juli


Die Übertragung der meisten FSME-Krankheitserreger erfolgt in den Monaten März bis Oktober. Besonders stark vermehren sich die Zecken in den warmen und trockenen Sommermonaten, wodurch die Hauptübertragungszeit jedes Jahr im Juni und Juli ihren Höhepunkt findet. Ausflügler, vor allem an den ersten warmen Sonnentagen des Jahres, sollten aufpassen. Denn die meisten Zeckenstiche werden in der Freizeit bei Freilandaufenthalten erworben. Die meisten Erkrankungen werden meist aus Baden-Württemberg und Bayern gemeldet. 

Schutzimpfung für Reisende und Bevölkerung 

Für die Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen Risikogebiete  ist ein guter Zeckenschutz und ein FSME-Impfschutz ratsam. In aller Regel zahlen die Krankenkassen Personen die in Risikogebieten leben die Impfungen. Zu den sogenannten FSME-Risikogebieten, zählen diejenigen Gebiete mit FSME-Vorkommen, in denen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Personen mit vermehrtem Zeckenkontakt besteht. So z.B. durch häufige und/oder längere Aufenthalte im Grünen (Bewohner mit Gärten, Urlauber, Ausflügler, etc.) aber auch beruflich exponierte Personen (Förster, Jäger, Waldarbeiter, etc.). Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit, bei der es zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung), einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder auch zu einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) kommen kann. Bei rund 30 - 40% kann es zu bleibenden Schäden kommen. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, kurz „STIKO“, eine Schutzimpfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten zeckenexponiert sind. Die Impfempfehlung betrifft somit gleichsam Einwohner, als auch Besucher der Risikogebiete, wie Ausflügler, Spaziergänger oder Wanderer.