28. Mai 2022

Dominikanische Republik: Dengue Fieber in Großstädten

Dominikanische Republk iStock /czekma13

In der Dominikanischen Republik wurden bis Mitte April des Jahres rund 1.180 Dengue Fieber-Verdachtsfälle gemeldet. Dabei kam es zu acht Todesfällen unter den Erkrankten. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Santo Domingo, so wie die Städte Santiago und San Cristóbal. Ebenso wurden Malaria-Fälle in diesem Jahr berichtet. Insgesamt wurden 78 Erkrankungen bestätigt unter anderem in Azua und San Juan. Während der Regenzeit besteht ein erhöhtes Risiko für durch Mücken übertragbare Erkrankungen (z.B. Dengue Fieber, Chikungunya Fieber, Malaria). Die Mücken sind fast überall präsent, so dass gute Mückenschutzmaßnahmen Tag und Nacht unverzichtbar sind. An der Ost- und Südküste kommt es in den Monaten zwischen Ende April und Oktober vermehrt zu Niederschlägen, während an der Nordküste, die den Passatwinden ausgesetzt ist, das ganze Jahr über Regentage auftreten können.

Malaria tropica ist die überwiegende Malariaart in der „Dom. Rep.“

Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft schätzt das Malaria-Übertragungsrisiko für Touristen in der Dominikanischen Republik als sehr gering ein, so dass die Einnahme einer medikamentösen Malariavorbeugung in den meisten Fällen nicht erforderlich ist. Eine Zunahme des Malaria-Risikos in den Grenzgebieten zu Haiti ist möglich. Gute Mückenschutzmaßnahmen sollten daher stets sorgfältig durchgeführt werden. Ebenfalls ist eine persönliche reisemedizinische Beratung zur Einschätzung des individuellen Malariarisikos vor Abreise in ein Malariarisikogebiet unbedingt empfohlen. In manchen Reisesituationen kann die Mitnahme einer Malaria-Notfallmedikamentes sinnvoll sein.​

Eine reisemedizinische Beratung ist wichtig

Das individuelle Malariarisiko wird stark durch das persönliche Verhalten und die vorbeugenden Maßnahmen mitbestimmt. Die empfohlenen und geeigneten Prophylaxe-Maßnahmen sollten regelmäßig durchgeführt werden. Der Reisemediziner kann anhand der Reiseroute, der Aufenthaltsorte und -dauer beurteilen ob eine regelmäßige Einnahme einer Malaria-Chemoprophylaxe erforderlich ist oder ob die Mitnahme einer sogenannten Malaria-Notfallmedikation ausreichend ist. In jedem Fall sollten sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen regelmäßig durchgeführt werden. Wichtig ist es ebenso die möglichen Symptome einer Malaria zu kennen und bei Beschwerden, umgehend einen Arzt aufzusuchen, um eine schnelle Diagnosestellung und gegebenenfalls Behandlung zu erreichen. Auch in Deutschland erkranken Touristen alljährlich an einer Malaria während oder nach ihrem Aufenthalt in Ländern mit Malaria-Vorkommen. Die meisten Malariaerkrankungen bei Reisenden werden in Afrika südlich der Sahara erworben (v.a. Nigeria, Ghana, Eritrea, Togo, Kamerun, Kenia, Tansania und Uganda).