12. Aug 2021

Griechenland: West Nil-Fieber in Makedonien

Gelbfiebermücke, Aedes aegypti, Zebramücke iStock/teptong

In der Zeit vom 30. Juli bis 5. August 2021 wurden in Zentralmakedonien in Griechenland fünf West Nil-Fieber-Fälle berichtet. Bereits in den letzten Jahren wurden die meisten West Nil-Fieber-Fälle aus Zentralmakedonien gemeldet. Aber auch Gebiete wie Pieria (Katerini), Pella, Xanthi (Topeiros, Avdira), Kavala (Nestos), Larisa (Larisa, Tirnavos, Kileler), Karditsa (Sofades) und der Osten von Attica (Spata-Artemida, Markopoulos-Mesogaias) waren betroffen. Auch in Italien wurden in diesem Jahr bereits zwei West Nil-Fieber-Fälle registriert, darunter ein Fall erstmals in der norditalienischen Stadt La Spezia in Ligurien. Todesfälle infolge von West Nil-Fieber wurden in der EU 2021 noch keine verzeichnet. 

Gute Mückenschutzmaßnahmen sollten durchgeführt werden 

Die griechischen Gesundheitsbehörden (EODY, National Public Health Organization) weisen die Bevölkerung und Besucher der Regionen an, gute Mückenschutzmaßnahmen durchzuführen. Dies gilt insbesondere in der West Nil-Fieber-Übertragungszeit (Sommer / Herbst). Zu den Schutzmaßnahmen gehören in den betroffenen Regionen u. a. das regelmäßige Eincremen der Haut mit Antimückencremes und -lotionen, als auch das Tragen von Haut bedeckender Kleidung und die Verwendung von Mückennetzen an Schlafplätzen. 

West Nil-Fieber auch in Deutschland 

Im August 2020 wurden auch in Deutschland vier West Nil-Fieber-Fälle berichtet. Seit Juli 2020 wurden in Zentral- und Ostdeutschland Tiere gemeldet, die durch das West Nil-Virus (WNV) infiziert waren. Bei den menschlichen Infektionen, die im Vorjahr gemeldet wurden, handelte es sich um Personen, die im Rahmen einer Blut- oder Plasmaspende positiv auf West Nil-Fieber getestet wurden. Im Jahr 2019 wurden fünf menschliche Fälle, wahrscheinlich durch Mücken übertragen, in  Sachsen registriert. In allen Fällen handelte es sich um sogenannte „autochthone“ Fälle d.h. einheimische, in Deutschland erworbene Fälle. Die Patienten erkrankten Ende August/Anfang September 2019 und entwickelten krankheitstypische Beschwerden. Im Rahmen der Abklärung ihrer Erkrankung wurden sie positiv auf West Nil Fieber getestet. Bei unklarem Fieber im Sommer und Spätsommer/Herbst sollte – neben fieberhaften Erkrankungen wie COVID-19 - in Gebieten mit bekannter Zirkulation des Virus in Tieren auch an die Möglichkeit eines West Nil-Fiebers gedacht werden.