2. Sep 2014

Indien: Lepra in Mumbai (Maharashtra)

Lepra bildet im indischen Bundesstaat Maharashtra weiterhin ein Problem. Im April 2014 meldeten die Gesundheitsbehörden alleine 1.327 Neuerkrankungen. Während in den Jahren 2010/2011 noch rund 15.000 Erkrankungen registriert wurden, waren es 2012/13 bereits rund 18.000 Erkrankungen. Im letzten Jahr ist die Erkrankungszahl wieder auf 16.000 abgesunken. Ein erhöhtes Vorkommen wurde in Stadtregionen Mumbais, der Hauptstadt des Bundesstaates, so wie in Thane, Chandrapur und Gadchiroli berichtet.

Die meisten Leprakranken leben in Indien und Brasilien.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Zahl der Erkrankungen  auf rund 200.000. Davon werden rund 95% dieser Fälle aus folgenden Ländern berichtet: Angola, Bangladesch, Brasilien, China, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien, Madagaskar, Mosambik, Myanmar, Nepal, Nigeria, Philippinen, Süd-Sudan, Sri Lanka, Sudan und Tansania. Länder mit Schwerpunkten sind u.a. Indien, Indonesien, Myanmar und Brasilien.

Lepra kommt in vielen Reiseländern vor

Alljährlich erkranken mehrere Tausend Menschen an Lepra. Vor allem in armen Ländern – und somit auch in vielen Reiseländern - stellt die Krankheit immer noch ein großes Problem dar. Der Infektionsweg ist noch nicht vollständig erforscht und gesichert. Nachweisbar ist, dass es sich um eine Übertragung von Mensch zu Mensch handelt, die durch langzeitigen, engen Körperkontakt mit Infizierten verursacht wird. Größere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Verstümmelungen oder Lähmungen betreffen vor allem die einheimische und bedürftige Bevölkerung, die aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung und notgedrungenen Lebensumständen in ärmlichen und unhygienischen Verhältnissen lebt.

Für Reisende besteht grundsätzlich ein minimales Infektionsrisiko

Im Falle einer  Infektion bei Reisenden (z.B. Entwicklungshelfer mit längeren Aufenthalten) ist die Lepra in der Regel durch eine medikamentöse Behandlung gut heilbar.