24. Nov 2019

Lateinamerika: 2,7 Mio. Dengue Fieber-Fälle

Culex iStock / marcouliana

In der WHO-Region Amerika, wurden vom 1.1. – 18.10.2019 insgesamt 2.733.635 Dengue Fieber-Fälle registriert. Es handelt sich dabei um die höchste Zahl an Dengue Fieber-Erkrankungen in der Geschichte der WHO-Region Amerika. Zur WHO-Region Amerika zählen Kanada, Nordamerika, Mittel- und Südamerika. Insgesamt wurden 1.206 Dengue Fieber-Todesfälle gezählt. Da nicht in allen Ländern Lateinamerikas eine Meldepflicht für Dengue Fieber besteht und v.a. in ländlichen Regionen Erkrankungsfälle häufig nicht erfasst werden, kann zudem von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Die Top 5 der Länder mit Dengue Fieber in der WHO-Region Amerika sind Belize, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Brasilien.

Erhöhtes Übertragungsrisiko auch nach der Regenzeit 

Auch nach der Regenzeit, gegen Ende Oktober, besteht in vielen mittelamerikanischen Ländern noch ein erhöhtes Übertragungsrisiko für Dengue Fieber, aber auch für andere durch Mücken übertragbare Erkrankungen wie Malaria, Zika-Virus und Chikungunya Fieber. In Mittelamerika ist die Malaria tertiana die überwiegend vorkommende Malariaart. Sie stellt im Vergleich zur lebensgefährlichen Malaria tropica die mildere Form der Malaria dar. 

Die Zahl der an Dengue Fieber erkrankten Touristen hat sich fast verdoppelt 

In vielen Reiseländern hat das Dengue Fieber stark zugenommen und somit auch die Zahl der erkrankten Reiserückkehrer. Wurden im Vorjahr 2018 noch 475 Dengue Fieber-Erkrankungen bei deutschen Reiserückkehrern gezählt, waren es im Vergleichszeitraum 2019 mit 943 Erkrankungsfällen knapp doppelt so viele. Urlauber sollten daher an gute Mückenschutzmaßnahmen denken. Durch die Verwendung von Haut bedeckender Kleidung, Mückennetzen, Mückenabweisenden Lotionen, Sprays oder auch von Hochfrequenz-Schall-Geräten kann das Übertragungsrisiko des Dengue Fiebers deutlich reduziert werden. Die Maßnahmen sollten Tag und Nacht durchgeführt werden.