23. Okt 2021

Peru: 15 Regionen Dengue-Hochrisikogebiete

Culex iStock / marcouliana

Am 10. Oktober 2021 erklärte der peruanische Gesundheitsminister Hernando Cevallos 15 Regionen in Peru zu Hochrisikogebiete für Dengue Fieber. Innerhalb dieser Regionen liegen 51 Distrikte in denen ein erhöhtes Übertragungsrisiko für Dengue Fieber besteht. Betroffen sind Distrikte in Piura, San Martín, Loreto, Huánuco, Junín, Cajamarca, Cusco, Madre de Dios, Ayacucho, Lima, Amazonas, Ucayali, Pasco, Tumbes und Ica. Insgesamt sollen in diesem Jahr bereits rund 36.200 Dengue Fieber-Fälle gezählt worden sein, davon die meisten Fälle in Piura, Ica, San Martín, Loreto, Huánuco, Junín, Ucayali, Cajamarca, Amazonas und Madre de Dios. Unter den Erkrankungsfälle wurden bislang 27 Todesfälle registriert.

Peru zählt nach Brasilien die meisten Dengue Fieber-Erkrankungen.

Während der Regenzeit nimmt die Zahl der Erkrankungen vor allem in den zentralen Landesteilen zu; in den Sommermonaten im Osten des Landes. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 56.394 Erkrankungsfälle in Peru registriert; ein neuer Höchststand seit 2017. Mindestens 88 Erkrankte sollen an den Folgen des Dengue Fiebers im vergangenen Jahr gestorben sein, erklärten die peruanischen Gesundheitsbehörden. In früheren Zeiten wurde die Mücke vor allem in der Nähe des Amazonasgebietes beobachtet. In den letzten Jahren hat sie sich auch in wüstenähnliche Regionen des Landes ausgebreitet. Besonders betroffene Gebiete liegen in Madre de Dios, Loreto, Ucayali und San Martin.

Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen

Da die ersten Beschwerden des Dengue Fiebers durch Fieber, Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen meist sehr unspezifisch sind, können sie denen von COVID-19 ähneln. Viele Infektionskrankheiten beginnen unspezifisch, sodass zu Anfang oft nicht klar ist, um welche Infektion es sich handelt. Daher ist eine sofortige medizinische Abklärung ratsam, um Klarheit zu schaffen und eine frühestmöglich Behandlung zu initiieren. Durch Reisen in Länder mit Dengue Fieber-Vorkommen werden alljährlich viele Reisende infiziert, darunter auch deutsche Urlauber. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen haben die letzten Monate weniger Fernreisen stattgefunden, sodass in diesem Jahr nur einzelne Dengue Fieber-Fälle bei deutschen Reiserückkehrern registriert wurden. Das Dengue Fieber-Virus wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Reisenden in Regionen mit Dengue Fieber-Vorkommen wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen durchzuführen. Dazu zählen unter anderem hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Mücken abweisende Cremes, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen, Coils, etc.