20. Mrz 2014

Philippinen: Mehr als 15.000 Masernfälle

Nach Aussage der Gesundheitsbehörden wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 15.683 Masernfälle von den Philippinen berichtet – darunter 23 Todesfälle. Die meisten Erkrankungsfälle wurden aus der Stadt Manila gemeldet, weitere aus Calabarzon und Zentral Luzon. Auch Touristen sind durch den aktuellen Masernausbruch betroffen. Aus Australien, Neuseeland, Japan, Kanada, USA und Großbritannien wurden bereits bei Reiserückkehrern von  den Philippinen Masern diagnostiziert. Am 13. März wurden 13 Amerikaner gemeldet, die sich auf den Philippinen mit Masern ansteckten und nach ihrer Rückreise die USA erkrankten. Häufig sind die Erkrankten jünger als 2 Jahre. 

Bei Reisen auf die Philippinen sollte der Masernschutz kontrolliert werden  

Reisende auf die Philippinen sollten ihren Masernschutz kontrollieren. Reisende die keinen Masernschutz besitzen können sich in Ländern mit Masernvorkommen anstecken und die Krankheit in ihr Heimatland importieren. Reiserückkehrer sollten auf Beschwerden wie Fieber, Magen-Darmbeschwerden und Hautausschlag achten und bei ersten Hinweisen den Arzt aufsuchen. Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit. Eine rechtzeitige Diagnose verhindert schwere Krankheitsverläufe und eine Ausbreitung der Infektion im Umfeld.  

Impflücken schließen – schützt vor Masern im In- und Ausland  

Solange es noch Masern gibt, bleibt ein Infektionsrisiko bestehen. Rund 95% aller weltweit gemeldeten Masern-Erkrankungs- und Todesfälle werden aus Ländern mit schlecht ausgeprägter medizinischer Infrastruktur berichtet - das bedeutet viele Reiseländer. Das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt daher Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen grundsätzlich ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Maserngebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen ≥ 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen.