10. Jun 2021

Philippinen: Typhus-Ausbruch in Calabarzon

Nahrungsmittel, Wasser, Gemüse, Boot iStock/fotonio

Nach Aussage der philippinischen Gesundheitsbehörden wurden in der Zeit vom 1.1.2021 – 19.5.2021 insgesamt 68 Typhus-Fälle aus der Region Calabarzon (Cavite, Laguna, Batangas, Rizal, Quezon) berichtet. Aus der Provinz Laguna wurden die meisten Erkrankungen gemeldet, gefolgt von Cavite. In Rizal und Batangas wurden nur einzelne Infektionsfälle registriert. Die örtlichen Gesundheitsbehörden betonen die Wichtigkeit von der regelmäßigen und sorgfältigen Durchführung von Maßnahmen zur Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. Vor dem Verzehr von Nahrung aus einfachen Straßenständen wird gewarnt, da die dort verkauften Speisen häufig durch Insekten befallen und unter mangelhaften hygienischen Bedingungen zubereitet werden. Der Verzehr von rohem Obst und rohes Gemüse beinhaltet immer ein potenzielles Infektionsrisiko für Typhus oder Magen-Darm-Erkrankungen.

Reisende sollten sich gegen Typhus schützen

Die Typhus-Erreger werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v. a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Alljährlich erkranken auch deutsche Touristen an Typhus. Die Infektionen werden überwiegend bei Reisen in asiatischen Ländern (Pakistan und Indien) erworben. Aber auch in Mexiko infizierten sich deutsche Urlauber mit Typhusbakterien. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht kommen.  Dadurch sind auch Hotelreisende vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher. Reisenden wird daher empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.