17. Jul 2021

Simbabwe: Regionale Typhus-Ausbrüche

Trinkwasserbeutel interMEDIS

Typhus tritt in einigen Regionen Simbabwes regelmäßig auf u. a. auch in der Hauptstadt Harare. Zudem kommt es auch zu saisonalen Typhus-Ausbrüchen in manchen Landesteilen. Das Gesundheitsministerium von Simbabwe führte daher in den vergangenen Wochen mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Typhus-Schutzimpfung bei mehr als 4 Millionen Kindern durch. Nach Aussage der Behörden kommt es gerade auch in Städten wie Harare, Bulawayo und Gweru öfters zu Typhus-Ausbrüchen. Grund dafür sind die oft schlechten hygienischen und sanitären Bedingungen, die durch den häufigen Wassermangel in den Städten resultieren. Aus diesem Grund soll durch die Einführung der Schutzimpfung bei Kindern der Ausbreitung der Krankheit entgegengewirkt werden. 

Reisende sollten sich gegen Typhus schützen

Die Typhus-Erreger werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v. a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Alljährlich erkranken auch deutsche Touristen an Typhus. Die Infektionen werden überwiegend bei Reisen in asiatischen Ländern (Pakistan und Indien), aber auch in Ländern Afrikas und Lateinamerikas erworben. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich sein, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Überträger in Betracht kommen. Dadurch sind auch Hotelreisende vor einer Infektion nicht sicher. Reisenden wird daher empfohlen, grundsätzlich eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen erwogen werden.