5. Jan 2013

Sudan: Gelbfieber-Ausbruch breitet sich aus

aedes_gross Der Gelbfieberausbruch in Darfur breitet such weiter aus. Die Zahl der Erkrankungen ist im vergangenen Monat deutlich angestiegen. Während im November 2012 noch von rund 370 Erkrankungsfällen gesprochen wurde, sind es jetzt in der Zwischenzeit rund 800 Verdachtsfälle. Seit Beginn des Ausbruchs im Oktober 2012 wurden 168 Todesfälle registriert. Der letzte größere Gelbfieber-Ausbruch ereignete sich im Jahr 2005 in der Region von Kordofan. Hier wurden in einem Zeitraum von fünf Monaten 604 Gelbfieber-Erkrankungen und 163 Todesfälle berichtet.

34 Regionen im West-Sudan betroffen

Aufgrund der starken Regenfälle und Überschwemmungen in den letzten Wochen ist die Zahl der Überträgermücken angestiegen. Diese Tatsache wird als die Ursache der wachsenden Zahl von Gelbfieber-Fällen in der Region angesehen. Insgesamt sind 34 Gebiete in Zentral, Nord, Süd, West und Ost Darfur betroffen.

Gelbfieberrisiko südlich des 12. Breitengrades

Im Sudan gilt das Territorium südlich des 12. Breitengrades als Gelbfieber-Infektionsgebiet (ausgenommen Khartoum). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende (ab 9. Lebensmonat) in Gelbfieber-Infektionsgebiete südlich der Sahara. Bei Reiserouten ausschließlich in die Sahara und in die Stadt Khartoum ist nach Einschätzung der WHO keine Gelbfieberimpfung empfohlen.

In Nord Kordofan leiden 70% an Bilharziose

Auch die Bilharziose stellt im Sudan ein Problem dar. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden leiden rund 2 Millionen Menschen im Sudan an der Wurmkrankheit. Die meisten Erkrankungsfälle werden aus Nord Kordofan gemeldet. In dieser Region soll die Zahl der Betroffenen bei rund 70% liegen. Die Experten betonen, dass nach Malaria, die Bilharziose am stärksten die Gesundheit der Bevölkerung bedrohen würde. Mehrere Tausend würden jährlich mit gastro-intestinalen Blutungen in Krankhäuser eingeliefert werden. Ebenso erkranken auch Patienten infolge der chronischen Infektion an Blasenkrebs. Das Gesundheitsministerium bemüht sich um Bekämpfungsmaßnahmen in den betroffenen Regionen.