• Wichtige Hinweise

    • COVID-19
      Weiterhin werden weltweit COVID-19-Fälle verzeichnet. Über die aktuellen Zahlen weltweit informiert die WHO, über die aktuellen Zahlen in Deutschland informiert das Robert Koch-Institut. Hilfreiche Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus bietet das Bundesministerium für Gesundheit an. Aktuelle Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise können beim Auswärtigen Amt eingesehen werden.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Afghanistan gehört zu den Ländern in denen die Polio endemisch ist, d.h. landesweit vorkommt; daher ist ein Impfschutz empfohlen.  2019 waren es weltweit 174 Fälle (durch Polio-Wildviren), davon 29 aus Afghanistan. Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist, nicht erreicht werden kann. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende v.a. bei Hilfseinsätzen weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. In Afghanistan wurden in den letzten Jahren immer wieder Polio-Fälle berichtet (2019: 29; 2018: 21; 2017: 14; 2016: 13; 2015: 20; 2014: 28; 2013: 14; 2012: 37; 2011: 80; 2010: 25; 2009: 38; 2008: 31; 2007: 17; 2006: 31; 2005: 7; 2004: 4; 2003: 8). Trotz großer Impferfolge bleibt die Poliosituation weltweit ein Problem. Neben Flüchtlings- und Völkerwanderungen bei denen es zu Re-Importen des Poliovirus in aktuell poliofreie Regionen/Länder kommen kann, erschweren auch Kriegs- und Krisengebiete permanent durch ihre Unruhen, die örtlichen Impfprogramme, die deswegen häufig abgebrochen werden müssen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.

      Leishmaniose
      Regionales Vorkommen insbesondere in Kabul und in den Regionen Jalalabad, Kandahar, Parwan, Balkh, Mazar-i-Sharif und Herat; Erhöhtes Risiko Mai bis Ende Oktober; Die Erreger werden durch Schmetterlingsmücken übertragen. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko, gute Mückenschutzmaßnahmen beachten. Diese Überträgermücke ist vor allem nachts aktiv und sticht vorwiegend an Stellen dünner Haut (z.B. Knöchel, Hände, Füße, Gesicht und Nacken). Die Stichstellen jucken zumeist lange und stark. Die Infektionsgefahr kann jedoch durch gute Mückenschutzmaßnahmen deutlich verringert werden. Ein erhöhtes Risiko besteht in den warmen Sommermonaten. Bei den Erkrankungen handelt es sich im Wesentlichen um die sogenannte Haut-Leishmaniose.

      Cholera
      Vorkommen in vielen Regionen u.a. in Kabul. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko; Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen; Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) Schutzimpfung empfohlen; Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen.

      Hepatitis A
      Landesweites Vorkommen, daher ist Reisenden ein Impfschutz empfohlen. Eine Ansteckung in einem Land mit einer hohen Hepatitis-Verbreitung kann sehr leicht erfolgen. Infizierte Touristen können nach der Heimkehr auch für andere Menschen eine Gefahr darstellen, mit denen sie in direktem oder indirektem (z.B. über die Nahrung) Kontakt stehen. Daher wird bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz empfohlen. Eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene ist stets empfohlen.

      Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Cholera
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung

      Bei erhöhtem Infektionsrisiko und für Risikopersonen ist die Impfung empfohlen.

      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Alle Personen sollten einen vollständigen Impfschutz haben (Auffrischung alle 10 Jahre).

      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Impfung empfohlen für Risikopersonen und Reisen in Regionen mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen.

      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung

      Ein Hepatitis B-Infektionsrisiko besteht weltweit. Risikopersonen bzw. bei Reisen mit erhöhtem Risiko ist eine Impfung empfohlen.

      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung

      Personen ≥ 60. Lebensjahr, Risikopersonen und Reisende entsprechend dem Expositionsrisiko.

      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten (Kinder/Jugendliche entsprechend STIKO-Impfkalender).

      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Schutzimpfung als Standardimpfung empfohlen. Zudem besteht seit 1.3.2020 das Masernschutzgesetz.

      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Meningokokken treten je nach Region in unterschiedlichen Serogruppen auf. Zu den überwiegenden Serogruppen in Asien gehören C, in einigen Ländern/Regionen auch A, B und W. Es stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Reisenden in Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko – durch z. B. häufige und enge Personenkontakte, bei Menschenansammlungen und/oder bei erhöhtem Meningokokken-Vorkommen (z. B. Ausbrüche) – ist eine Schutzimpfung empfohlen.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Polio
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Afghanistan ist ein Polio-Endemieland, daher ist ein Impfschutz empfohlen. Zudem sind die Impfvorschriften zu beachten.

      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Alle Personen sollten einen vollständigen Impfschutz haben (Auffrischung alle 10 Jahre).

      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z.B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder dem Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Landeseigene Impfvorschriften sind zu beachten. Die Einreisevorschriften werden durch die Länder selbst erhoben. Viele Botschaften haben die Informationen dazu auf ihre Websites gestellt. Aufgrund der Aufforderung zur Polio-Impfung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann bei fehlendem Impfnachweis die Ausreise aus dem Land verweigert bzw. auf dem Flughafen bei der Ausreise geimpft werden.

      Poliomyelitis (Kinderlähmung):
      Reisende müssen eine Polio-Impfung im Impfausweis dokumentiert haben, wenn sie aus einem Gebiet mit Polio-Vorkommen einreisen. Bei Personen die sich länger als 4 Wochen im Land aufhalten und dann ausreisen wollen, ist der Nachweis einer Polio-Impfung vorgeschrieben. Die Impfung sollte vier Wochen bis 12 Monate vor der Ausreise erfolgen.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      Regionales Auftreten u.a. in den Provinzen: Badakhshan, Baghlan, Balkh, Bamyan, Helmand, Herat, Kabul, Kandahar, Kapisa, Kunduz, Logar, Nangarhar, Uruzgan, Zabul
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      landesweit
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      Vorkommen besonders in den Gebieten: Kabul, Kandahar, Parwan, Balkh, Herat
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Rickettsiose
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Saisonal hohes Risiko von Mai bis November in den östlichen, an Pakistan angrenzenden Provinzen < 2.500 m. Saisonal geringes Risiko von Dezember bis April in den östlichen, an Pakistan angrenzenden Provinzen und ganzjährig in allen anderen Landesteilen < 2.500 m Höhe. Ganzjährig geringes Risiko in Kabul

      Übertragungsmonate: ganzjährig, erhöhtes saisonales Risiko von Mai - November

      Malariaart: 96 % Malaria tertiana (P. vivax); 4 % Malaria tropica (P. falciparum)

      Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): Saisonal Mai - November in den östlichen an Pakistan angrenzenden Provinzen < 2.500 m

      Nur Notfallmedikation (Standby): Saisonal von Dezember bis April in den an Pakistan angrenzenden Provinzen < 2.500 m und ganzjährig in allen anderen Landesteilen < 2.500 m Höhe auch in Kabul

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      -8-616111316151161-3

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      241219263133332923178

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      757160524738373938414965

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      237621000121
  • Botschaften


    • Botschaft der Islamischen Republik Afghanistan

      Taunusstr. 3 (Ecke Kronberger Straße 5)
      14193 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-13 Uhr
      Tel.: (030) 20 67 35 10
      Fax.: (030) 20 67 35 25
      Email: info@botschaft-afghanistan.de
      Web: www.botschaft-afghanistan.de

      Hausanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      Wazir Akbar Khan, Mena 6,
      Kabul
      Tel.: +93 20 210 15 12 / 13
      Fax.: +49 30 50 00 75 18
      Email: info@kabul.diplo.de
      Web: www.kabul.diplo.de

      Postanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      P.O. Box 83
      Kabul
      Afghanistan