• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Beulenpest
      Ganzjähriges vereinzeltes regionales Auftreten u.a. in der nördlichen Region von La Paz und in der Provinz Franz Tamayo. Für Reisende stellt die Pest nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossene Infektionsgebiete, bzw. berufliche Exposition bei Entwicklungshelfern) ein Risiko dar. Nach Flohstich in einem Pest-Risikogebiet bzw. nach direktem Kontakt mit Lungenpest-Erkrankten können - nach Absprache mit dem Arzt - vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. Acht Fälle der Beulenpest wurden 2013 in Apolo, der Hauptstadt der Provinz Franz Tamayo, im Grenzgebiet zu Peru registriert.Seit Ende Juni 2011 starben dort mindestens drei Personen an der Pest. Grundsätzlich besteht für Reisende nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossene Infektionsgebiete, bzw. berufliche Exposition) ein sehr geringes Infektionsrisiko.

      Gelbfieber
      Regionales Infektionsrisiko im Tiefland östlich der Anden, v.a. Beni, Cochabamba, Santa Cruz, Chuquisaca, Pando, Tarija und die subtropischen Regionen von La Paz. Während und nach den Sommerregenzeiten nimmt das Risiko zu (auch in den Städten). Sorgfältiger Mückenschutz und ggf. Gelbfieber-Impfung. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich.

      Dengue Fieber
      Ganzjährig landesweites Vorkommen, mit regionalen Schwankungen. Übertragung durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen empfohlen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc).

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Bolivien gilt seit 1989 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (über dem 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhielten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete). Die bolivianischen Gesundheitsbehörden haben die Vorschrift jedoch erweitert und vorbeugend eine Gelbfieber-Schutzimpfung für alle Reisenden bei Einreise vorgeschrieben, die beabsichtigen Gelbfieber-Endemiegebiete in Bolivien zu bereisen. Das Auswärtige Amt empfiehlt dennoch einen Impfnachweis mitzuführen, selbst wenn keine Gelbfieber-Risikogebiete besucht werden, da die Rechtslage und die Verwaltungspraxis gelegentlich abweichend sein können. Weitere Auskünfte erteilt die bolivianische Botschaft in Berlin (Tel. 030-2639150) oder das Auswärtige Amt.

      Bolivien gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten: Department Beni (Prov. Ballivian, Itenez), Dept. Cochabamba (Prov. Ayopayo, Carrasco, Chapare), Dept. La Paz (Prov. Lacrecaja, Murillo, Nor Yungas, Quinuni, Sud Yungas), Dept. Santa Cruz (Prov. Andres Ibanes, Cordillera, Florida, Guitierres, Ichilo). Die WHO empfiehlt nachdrücklich die Impfung bei Reisen in die Risikogebiete: Beni, Cochambamba, Santa Cruz sowie den subtropischen Teil der Provinz La Paz. Das beinhaltet nicht die Städte La Paz und Sucre.

      Die WHO empfiehlt explizit eine Gelbfieberimpfung für Personen über dem 1. Lebensjahr, die in folgende Regionen unterhalb von 2.300m östlich der Anden reisen: Beni, Pando, Santa Cruz, Chuquisaca, Cochabamba, La Paz und Tarija. Bei Reiserouten oberhalb von 2.300m und in allen oben nicht erwähnten Regionen, einschließlich der Städte La Paz und Sucre ist nach Einschätzung der WHO keine Gelbfieberimpfung empfohlen.

      Seit 11.07.2016 gilt laut Internationaler Gesundheitsvorschrift (IGV) der Nachweis einer einmalig gültigen Gelbfieber-Impfung bei Einreise. Eine Auffrischimpfung ist demnach nicht mehr erforderlich. Die bisherige Anpassung der Einreisevorschriften in den Mitgliedstaaten erfolgt jedoch nur schrittweise. Daher ist es sinnvoll bei Reisen in Länder mit Gelbfieber- Impfvorschriften (auch Transit), sich  über die jeweiligen aktuellen Vorschriften bei einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle oder der Botschaft des Einreiselandes zu informieren. Folgende Länder sollen nach Auflistung der Internationalen Reisebestimmungen der WHO (International travel and Health) bereits ihre Empfehlungen auf lebenslangen Schutz umgestellt haben.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Chagas-Krankheit
      Anmerkung
      mittleres Infektionsrisiko Vorkommen in der südlichen Hälfte und im Zentrum
      Schutz
      Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      Infektionsgebiete: Departments Beni, Chuquisaca, Cochabamba, El Alto, La Paz, Oruro, Potosi, Riberalta, Santa Cruz, Tarija, Tupiza
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      Infektionsrisiko landesweit
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Gelbfieber
      Anmerkung
      Infektionsgebiete: v.a. Waldgebiete östlich der Anden in den Departementen: Beni (Provinzen: Ballivian, Itenez),Cochabamba (Provinzen: Ayopayo, Carrasco, Chapare), La Paz (Provinzen: Larecaja, Murillo, Nor Yungas, Quinuni, Sud Yungas), Santa Cruz (Provinzen: Andrés Ibanez, Cordillera, Florida, Gutièrrez, Ichilo, La Guardia, Nuflo de Chavez, Vallegrande, Velasco)
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      geringes Infektionsrisiko Haut: landesweit
      Kala Azar: einzelne Herde im La Paz Tal
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Pest
      Anmerkung
      Vorkommen: in der südlichen Hälfte von La Paz (Provinzen: Franz Tamayo, Sud Yungas, Valle Grande).
      Schutz
      Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: geringes Risiko im ganzen Land unter 2.500 m Höhe

      Kein Malariarisiko: in den Städten, sowie im Westen

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

      Malariaart (lt. WHO Malaria Report) : 1 % Plasmodium falciparum (Malaria tropica); 99 % Plasmodium vivax (Malaria tertiana);
      P. Falciparum-Vorkommen nur in Santa Cruz und in den nördlichen Provinzen Pando und Beni, insbesondere in Guayaramerin und Riberalta

      Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): landesweit unter 2.500 m Höhe

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      666431123466

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      171718181817171718191918

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      ------------

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      21181695224991118
  • Botschaften


    • Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien

      Wichmannstraße 6
      10787 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr
      Tel.: (030) 263 915 0
      Fax.: (030) 263 915 15
      Email: berlin@embajada-bolivia.de
      Web: www.bolivia.de

      Hausanschrift
      Embajada de la Rebública Federal de Alemania

      Avenida Arce 2395
      La Paz
      Bolivien
      Tel.: (00591 2) 244 00-66 / -88, 244 11-33 / -66
      Fax.: (00591 2) 244 14 41
      Email: info@la-paz.diplo.de
      Web: www.la-paz.diplo.de

      Postanschrift
      Embajada de la República Federal de Alemania

      Casilla 5265
      La Paz
      Bolivien