Italien

Stand: 19. Jan 2018

Meldungen

19. Okt 2017: Italien: Rund 300 Chikungunya Fieber-Fälle
Chikungunya Fieber tritt in den Städten Anzio, Latina und Rom, so wie in Guardavalle Marina auf. Weiter lesen

16. Sep 2017: Italien: Chikungunya-Fieber in Rom und Anzio
Vierzehn Chikungunya-Fälle wurden aus den Regionen von Rom und Anzio gemeldet. Guter Mückenschutz ist empfohlen. Weiter lesen

7. Apr 2017: WHO: Warnung vor Masern-Ausbrüchen in Europa
Aus vielen europäischen Ländern wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Masernfälle berichtet. Weiter lesen

Wichtige Hinweise


Bereits im September 2017 wurden einzelne Fälle des  in der Stadt Anzio, 58 km südlich von Rom, in der Region von Latium beobachtet. Auch aus der Metropole Rom wurden vereinzelte Fälle berichtet. Bis 4. Oktober 2017 wurden in der Region von Latium insgesamt 239 Chikungunya Fieber-Fälle registriert. Auch aus der Stadt Guardavalle Marina in Kalabrien wurden Fälle gemeldet. Die Erkrankung breitete sich auf andere Regionen aus, so dass auch aus der Region Emilia-Romagna und Marche, so wie im Ausland - in Frankreich und Deutschland - Erkrankungsfälle bekannt wurden, die auf den Ausbruch in der Region von Anzio zurückzuführen waren. Insgesamt waren es Anfang Oktober rund 300 Erkrankungsfälle. Seither gehören die Städte Anzio, Latina und Rom in der Region von Latium, so wie die Stadt Guardavalle Marina in der Region von Kalabrien, zu den Regionen in denen das Chikungunya Fieber autochthon auftritt, d.h. im aktuellen Verbreitungsgebiet entstanden ist. Die Gesundheitsbehörden warnen vor Mücken-Brutplätzen und rufen zu guten Mückenschutzmaßnahmen auf.

Masern
Das Vorkommen erstreckt sich über viele Regionen des Landes. Insgesamt wurden bis 22. August 2017 in Italien 4.220 Masern-Fälle registriert. 88% aller Fälle waren nicht geimpft, in 7% der Fälle hatten die Betroffenen einen unvollständigen Impfschutz. Betroffen sind viele Erwachsene, so wie medizinisches Personal. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Eine Impfung ist empfohlen für ungeimpfte Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, o. ä. arbeiten. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr und fordert generell dazu auf, Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen, wenn sie nicht zum empfohlenen Zeitpunkt durchgeführt werden konnten. Werden die Impflücken geschlossen, kann dadurch die Zahl der Erkrankten in der Bevölkerung gesenkt werden. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können daran erkranken! Sie entwickeln meistens einen schwereren Krankheitsverlauf und haben gegenüber Kleinkindern eine wesentliche höhere Komplikationsrate.

Hepatitis A
Landesweites Vorkommen, v.a. in einigen Regionen Süditaliens (in Küstengebieten). Reisenden ist ein Impfschutz empfohlen. Ein erhöhtes Risiko stellt daher fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate) oder auch - und vor allem in Küstengebieten - unzureichend gekochte oder gar rohe Meeresfrüchte (z.B. Muscheln und Austern) dar. In einigen Regionen Süditaliens besteht ein mittleres Infektionsrisiko. Eine Ansteckung in einem Land mit einer hohen Hepatitis-Verbreitung kann sehr leicht erfolgen. Infizierte Touristen können nach der Heimkehr auch für andere Menschen eine Gefahr darstellen, mit denen sie in direktem oder indirektem (z.B. über die Nahrung) Kontakt stehen. Daher wird bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz empfohlen. Eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene ist stets empfohlen.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Italien gilt seit 1982 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den Risikogebieten gehören u.a. die Region von Überetsch und Unterland, insbesondere Montiggler Wald, Frühlingstal, Eppan, Fennberg und Graun in Kurtatsch, Altenburg in Kaltern, Salurn, Neumarkt, Tramin, Nonsberg.

Gelbfieber

Impfschutz: nein

Bemerkung:

Hepatitis A

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gesundheitsrisiken

Borreliose

Anmerkung: landesweites Vorkommen
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Übertragungsmonate: April-Oktober

Schutz: Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Anmerkung: Vorkommen: geringes Risiko in der ländlichen Umgebung im Norden (um Trient und Florenz)
Erreger: FSME-Viren
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Das Infektionsrisiko wird als relativ gering eingestuft
Übertragungsmonate: April-Oktober

Schutz: Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).

Kala Azar

Anmerkung: Vorkommen: vor allem in Süditalien und auf den Mittelmeerinseln

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Leishmaniasis

Anmerkung: Vorkommen: vor allem in Süditalien und auf den Mittelmeerinseln

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
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Max. Temp °C

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Feuchtigkeit %

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Regentage

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Botschaften


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