Libyen

Stand: 17. Mai 2020

Wichtige Hinweise

COVID-19
Weiterhin werden weltweit COVID-19-Fälle verzeichnet. Über die aktuellen Zahlen weltweit informiert die WHO, über die aktuellen Zahlen in Deutschland informiert das Robert Koch-Institut. Hilfreiche Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus bietet das Bundesministerium für Gesundheit an. Aktuelle Reisewarnungen sowie Rückholprogramme können beim Auswärtigen Amt eingesehen werden.

Malaria  
Landesweit existieren mindestens sieben Mückenarten, die Malariaerreger übertragen könnten. Ein guter und kontinuierlich durchgeführter Mückenschutz bei Tag und Nacht wird jedoch grundsätzlich empfohlen. Eine deutsche Reisende erkrankte an der lebensgefährlichen Malaria tropica nach 20-tägigem Aufenthalt in Libyen im November 2010. Durch die Nomaden, die häufig eine Semiimmunität besitzen (und daher nicht zwangsläufig an der Malaria erkranken) können die Malariaerreger in andere Länder und Malaria-freie Gebiete importiert werden. Kommt es dort zu Mückenstichen durch Mücken die Malariaerreger übertragen können, können eben diese Insekten aus den infizierten Körpern die Erreger aufnehmen und an andere Personen bei der nächsten Blutmahlzeit weitergeben. Zum Beispiel sind die Tuaregs ein Nomadenvolk dessen Siedlungsgebiet sich über die Wüste Sahara und den Sahel erstreckt. Sie leben in nomadischen Gebieten der Länder Mali, Algerien, Niger, Libyen, Burkina Faso und Marokko. Eine Übertragung der Malariaerreger auf diesem Weg, ist in einem bislang als Malaria-frei geltenden Gebiet durchaus eine theoretische Möglichkeit. Bis auf Weiteres haben die medizinischen Experten keine besonderen Malaria-Schutzmaßnahmen für die Regionen ausgesprochen.

Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Libyen gilt seit 1991 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gelbfieber

Impfschutz: nein

Bemerkung: Impfvorschrift beachten

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung:

Bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen, so wie für besonders gefährdete Personengruppen und bestimmte Berufsgruppen ist ein Hepatitis A-Schutz empfohlen.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung:

Ein Hepatitis B-Risiko besteht weltweit.
Anlässlich einer Reise ist eine individuelle Gefährdungsbeurteilung sinnvoll. Faktoren wie u.a. längere Reisedauer, Aufenthalte in Gebieten mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen, sowie das persönliche Reiseverhalten bestimmen das individuelle Risiko. Besonders besonders gefährdeten Personengruppen, sowie Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist die Impfung routinemäßig empfohlen. Zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören laut STIKO sowohl Personen mit Immundefizienz und anderen Erkrankungen, die einen besonders ungünstigen Verlauf einer HBV-Infektion bewirken können, als auch Reisende (individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich) und solche mit erhöhtem beruflichen und nicht beruflichen Expositionsrisiko.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung:

Schutzimpfung empfohlen bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen. Grundsätzlich ist eine einmalige Impfung empfohlen für nach 1970 geborenen Personen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit (STIKO). Zudem besteht seit dem 1.3.2020 das Masernschutzgesetz.

Meningokokken-Meningitis

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Meningokokken treten je nach Region in unterschiedlichen Serogruppen auf. Zu den überwiegenden Serogruppen in Afrika außerhalb des Meningitisgürtels gehören B und W (ferner auch C und Y). Es stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Reisenden in Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko - durch z. B. häufige und enge Personenkontakte, bei Menschenansammlungen und/oder erhöhtem Meningokokken-Vorkommen (z. B. Ausbrüche oder saisonale Häufungen während der Trockenzeit Dezember bis Juni) ist eine Schutzimpfung empfohlen. Impfvorschrift beachten.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Polio

Impfschutz: nein

Bemerkung: Impfvorschrift beachten

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Impfvorschriften

Gelbfieber
Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden über dem 1. Lebensjahr, die aus einem Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen.

Einreisevorschriften werden durch die Länder selbst erhoben. Im Allgemeinen gelten als Gelbfieber-Endemiegebiete die von der WHO ausgewiesenen Länder. Jedoch können für die Einreisevorschrift auch andere, bei der WHO nicht aufgeführten Länder, durch das Einreiseland als Gelbfieber-Risikoland gelistet bzw. von der Listung ausgenommen werden. Daher ist es sinnvoll, sich vor der Reise bei der Botschaft bezüglich der medizinischen Einreisebedingungen zu informieren. Viele Botschaften haben die Informationen dazu auf ihre Websites gestellt. Seit 11.07.2016 gilt laut Internationaler Gesundheitsvorschrift (IGV) der Nachweis einer einmalig gültigen Gelbfieber-Impfung bei Einreise. Eine Auffrischimpfung ist demnach nicht mehr erforderlich.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Reisende, die aus Afghanistan oder Pakistan einreisen, müssen eine gültige Polio-Impfung nachweisen. Die Impfung muss im Zeitraum von vier Wochen bis 12 Monaten vor Einreise erfolgen und in einem internationalen Impfausweis dokumentiert sein.

Meningokokken Meningitis
Der Impfnachweis gegen Meningokokken Meningitis mit einem ACWY-Impfstoff wird von Reisenden verlangt.

Gesundheitsrisiken

Bilharziose

Anmerkung: Vorkommen: im Süßwasser: v.a. im Gebiet von Derna, Fessan, Tauorga

Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Hepatitis B

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.

Kala Azar

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Leishmaniasis

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
891114161922222218149

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
161719222427293029272318

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
646661606064637167626060

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
11752310025711

Botschaften


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