Mexiko

Stand: 13. Jul 2018

Meldungen

6. Mai 2018: Mexiko: Mumps-Ausbruch
Das mexikanische Gesundheitsministerium meldet einen landesweiten Anstieg von Mumps-Erkrankungen, mit Schwerpunkt in Mexiko-City, Sonora und Chihuahua. Weiter lesen

7. Jan 2018: Mexiko: Anstieg der Zika-Virus-Infektionen
Im Dezember meldeten die Bundesstaaten Sonora, Tamaulipas und Morelos weitere Fälle von Zika-Virus-Infektionen. Reisende sollten weiterhin auf Symptome achten. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

Mumps
Das mexikanische Gesundheitsministerium meldet einen landesweiten Anstieg von Mumps-Erkrankungen, mit Schwerpunkt in Mexiko-City, Sonora und Chihuahua. Bis 13. April 2018 wurden insgesamt 2.619 Fälle in Tamaulipas, Nuevo Leon, Quintana Roo, Jalisco und Chihuahua gezählt. Am stärksten betroffen sind Erwachsene im Alter von 25 bis 44 Jahre. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 4.653 Mumps-Fälle registriert.  Die WHO betont, dass bereits nach zwei Impfdosen ein 90%-iger Impfschutz besteht. Die dritte Auffrischung dient vor allem der Vorbeugung von Ausbrüchen. Für Reisende ist eine Schutz durch eine Kombinationsimpfung (gegen Masern-Mumps-Röteln = MMR) dann relevant, wenn kein ausreichender Impfschutz vorliegt oder die Krankheiten als Kind nicht durchgemacht wurden und zum Beispiel ein längerer Aufenthalt als Austauschschüler, Student oder Au Pair in Regionen oder Einrichtungen geplant wird, in denen aktuell Ausbrüche (Masern, Mumps) vorliegen oder wo zu vielen Kindern Kontakt besteht.

Dengue Fieber
Regional gehäuftes Auftreten von Dengue Fieber.Am stärksten betroffenen sind u.a. Guerrero, Michoacan, Veracruz, Oaxaca und Colima. Die Städte mit den meisten Erkrankungsfällen sind Manzanillo, Colima, Tecoman, Villa de Alvarez und Armeria. Doch auch in anderen beliebten Bundesstaaten des Landes werden Dengue Fieber-Erkrankungen registriert. Darunter Tamaulipas, Sonora, Quintano Roo, Baja California Norte und Aguascalientes. Auf der beliebten Ferien-Halbinsel Yucatán wurden über 1.200 Dengue Fieber-Fälle registriert. Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Mückenschutzmaßnahmen sollten durchgeführt werden (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.).

Chikungunya Fieber 
Aus rund 10 Bundesstaaten meldete Mexiko im Juli 2015 Chikungunya-Fieber-Fälle. Mehr als 10.000 Verdachtsfälle wurden alleine aus Chiapas im Süden Mexikos berichtet. Besucher der Region sollten sich gut vor Mückenstichen schützen. Ebenso stark betroffen ist der Bundesstaat Guerrero im Südwesten mit geschätzten 13.000 Verdachtsfällen. Vereinzelte Erkrankungen wurden in den Bundesstaaten Nayarit, Tehuantepec, Vera Cruz, Yucatan und San Luis Potosi beobachtet. Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Mückenschutzmaßnahmen sollten durchgeführt werden (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.).

Hepatitis A
Landesweites Vorkommen. In Oaxaca wurden im Frühjahr 2016 vermehrt Hepatitis A-Ausbrüche berichtet. Die Gesundheitsbehörden in der Region von Mixteca, warnen die Bevölkerung vor einem erhöhten Hepatitis A-Infektionsrisiko in den Regionen von San Miguel, Monteverde, Huauapan, Santiago Tamazola, El Oro Nuxaa, Santiago Yosondua und Santa Cruz. Auch im mexikanischen Bundesstaat Yukatan, im nordwestlichen Teil der gleichnamigen Halbinsel, hat sich die Zahl der Hepatitis A-Erkrankungen im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr 2012 fast verdoppelt. Medizinische Untersuchungen in der Bevölkerung lassen vermuten, dass rund 74 Mio. von rund 112 Mio. Einwohnern Mexikos, möglicherweise Träger des Hepatitis A-Virus sind. Reisende können sich mit einer Impfung schützen.

Tollwut
Landesweites Tollwut-Risiko. Häufiger Übertragungsweg sind Fledermaus- oder Hundebisse. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind.  Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtro pen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere sowie bei Bissen oder direktem Kontakt durch Fledermäuse ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Mexiko gilt seit 1990 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht)

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gelbfieber

Impfschutz: nein

Bemerkung:

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95 % der Geimpften sogar über 25 Jahre.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85 % Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Impfvorschriften

Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhalten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

Gesundheitsrisiken

Chagas-Krankheit

Anmerkung: Vorkommen: tiefer gelegene, ländliche Gebiete im Süden

Schutz: Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist

Cholera

Anmerkung: Vorkommen: v.a. in den Staaten Campeche, Chiapas, Chihuahua, Colima, Distrito federal, Guanajuato, Guerrero, Hidalgo, Jalisco, Mexico, Michoacan, Morelos, Nuevo León, Oaxaca, Puebla, Querétaro, Quintana Roo, San Luis Potosi, Sonora, Tabasco, Tamaulipas, Tlaxcala, Veracruz, Yucatan, Zacateca

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.

Dengue-Fieber

Anmerkung: Vorkommen: landesweit

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Kala Azar

Anmerkung: Vorkommen: vereinzelte Herde im Süden

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Leishmaniasis

Anmerkung: Vorkommen: vereinzelte Herde im Süden

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Malariahinweise

Risikogebiete: Ein geringes Risiko besteht in den ländlichen Gebieten der südlichen Grenzregionen (Quintana Roo, Chiapas und Oaxaca). Gebiete mit sehr kleinem Risiko befinden sind in den nordwestlichen Provinzen Chihuahua, Durango, Nayarit und Sinaloa.

Kein Malariarisiko: Große Städte, Yucatan und wichtige archäologische Stätten.

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart (lt. WHO Malaria Report) : 100 % Malaria tertiana (P. vivax)

Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig im ganzen Land

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Malariarisikogebiete

Malariavorkommen

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
5791011121111111076

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
212326272625232322222221

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
544844455364707272666158

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
22381318232219943

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