• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Malaria
      Mehr als 88.000 Malaria-Erkrankungen wurden 2015 aus Venezuela berichtet. Die Zahl der Erkrankungen ist damit mit mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Das bedeutet für Reisende, dass die Überträgermücke der Malaria gegenwärtig in bestimmten Regionen vermehrt auftritt und somit ein erhöhtes Übertragungsrisiko besteht. Im Bundesstaat Bolivar, insbesondere im Stadtgebiet von Sifontes, wurden vermehrt Malaria tertiana-Fälle registriert. Nach Aussage der örtlichen Behörden wurden 6.777 Fälle der „gutartigen“ Form der Malaria registriert und nahezu 2.500 Mischinfektionen. Bei sogenannten Mischinfektionen werden das zweierlei Malariaerreger im Blut der Patienten nachgewiesen (P. falciparum und P. vivax). Das Infektionsrisiko hat in den vergangenen Monaten und Jahren deutlich zugenommen. Ebenso wurde beobachtet, dass aus den Nachbarländern wie z.B. aus Kolumbien, Guyana und Brasilien Malaria-Fälle importiert wurden. Die südlichen und östlichen Provinzen des Landes, v.a. Amazonas, Anzoátegui, Bolívar inklusive Angel Falls und Delta Amacuro gelten als Regionen mit mittlerem Infektionsrisiko. Ein geringeres Risiko besteht in Apure, Monagas, Sucre und Zulia. Die großen Städte, so wie die Küstenhälfte im Westen und die Isla Margarita gelten als malariafrei.  Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

      Chagas-Krankheit
      Im Bundesstaat Merida erkrankten Ende des Jahres 2015 mehrere Personen einer Familie an der Chagas-Krankheit. Die Familie lebt in der Stadt La Macarena, ungefähr 60 km nordöstlich der gleichnamigen Hauptstadt Merida, in der Andenregion von Venezuela. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden kam es bereits zu drei Todesfällen. Immer wieder kommt es zu Chagas-Erkrankungsfällen in Südamerika. In rund 20 Regionen ist die Krankheit endemisch. Nach Schätzung beträgt die Zahl der weltweit infizierten Personen 7 – 8 Millionen. Immer wieder treten Infektionsfälle auf. In der Regel besteht für Reisende nur ein sehr geringes Infektionsrisiko. Auf das Trinken offener Fruchtsäfte sollte ohnehin in Hinblickt auf die Infektionsgefahr diverser Durchfallerreger verzichtet werden. Bezüglich der Chagas-Krankheit sollten insbesondere Reisende bei Trekking- bzw. Überlandtouren darauf achten, in den Infektionsgebieten auf Übernachtungen in einfachen Holz- oder Lehmhütten zu vermeiden. Ein widerstandsfähiges Moskitonetz kann ebenfalls einen guten Schutz bieten, wenn es sorgfältig angebracht und gut unter die Matratze gesteckt wird.

      Dengue Fieber
      Ganzjährig landesweites Vorkommen (auch auf der Insel Margarita), mit regionalen Schwankungen. Am stärksten betroffen waren in den vergangenen Monaten die Bundestaaten Nueva Esparta, Monagas, Delta Amacuro, Bolivar, Apure, Amazonas und Barinas. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.) empfohlen. Ein größerer Dengue Fieber-Ausbruch wurde im November 2010 mit über 114.000 Fällen registriert. Die Erkrankungen wurden u.a. aus Falcón, Miranda, Zulia, Merida, Capital District Tachira, Lara und Aragua berichtet.

      Chikungunya Fieber
      Landesweit erhöhtes Übertragungsrisiko mit regionalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen.

      Gelbfieber
      Einzelne Infektionsgebiete, v.a. im Grenzgebiet zu Brasilien, in der Parima-Region im Staat Amazonas, sowie in Bolivar besteht ein generelles Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Viele Fälle werden auch in in Zulia (v.a. aus den Dörfern Jesus Maria Semprun, Colon und Machiques de Perija), Sucre (Merida) und Tachira (Uribante) registriert. Sorgfältiger Mückenschutz und ggf. Gelbfieber-Impfung.

      Tollwut
      Landesweites Tollwut-Risiko v.a. durch Haustiere (Hunde, Katzen) aber auch durch Fledermäuse. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzEmpfehlung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber: 
      Es besteht keine Impfvorschrift, aber eine ausdrückliche Impfempfehlung für die Risikogebiete.

      Venezuela gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (v.a. Amazonas-Staat). Daher empfiehlt die WHO nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat in Gelbfieber-Infektionsgebiete.
      Ausgenommen sind laut WHO die folgenden Regionen für die keine Gelbfieberimpfung empfohlen ist: Aragua, Carabobo, Miranda, Vargas, Yaracuy, Didstrito Federal, Falcon, Lara, Paez in der Provinz Zuila, Insel Margarita, Caracas und Valencia.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit im Süßwasser
      v.a. in ländlichen Gebieten von Maracay, Aragua, Corabobo, Valencia
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Chagas-Krankheit
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche Gebiete im Norden
      Schutz
      Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      Infektonsgebiete v.a. in den Staaten: Anzoátegui, Delta Amacuro, Monagas, Nueva Esparta, Sucre
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde in ländlichen Gebieten
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Gelbfieber
      Anmerkung
      Infektionsgebiete: v.a. in den südlichen Landesteilen in den Staaten Amazonas (Parima Region) und Bolivar (Gran Sabana Region)
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Tollwut
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: hohes Risiko in südlichen und östlichen Provinzen (Amazonas, Anzoátegui, Bolívar inkl. Angel Falls, Delta Amacuro). Ein geringeres Risiko besteht in Apure, Monagas, Sucre, Zulia als auch im Marcano Bezirk auf der Isla Margarita.

      Kein Malariarisiko: Städte und mittlere Küstenabschnitte mit den vorgelagerten Inseln (z. B. Isla Margarita)

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

      Malariaart: 31 % Malaria tropica (P. falciparum) v.a. in den Dschungelgebieten des Amazonas (Alto Orinoco, Atabapo, Atures, Autana, Manapiare) und Bolívar (Angostora, Cedeno, El Callao, Gran Sabana, Heres, Piar, Raul Leoni, Rocio, Sifontes und Sucre).

      Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig in den südlichen und östlichen Provinzen (Amazonas, Anzoátegui, Bolívar inkl. Angel Falls, Delta Amacuro).

      Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in Apure, Monagas, Sucre, Zulia und im Marcano Bezirk auf der Isla Margarita.

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      131314161717161616161614

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      242526272726262527262526

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      ------------

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      6234914151513121310
  • Botschaften


    • Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela

      Schillstraße 10
      10785 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-17 Uhr
      Tel.: (030) 832 240 0
      Email: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
      Web: www.botschaft-venezuela.de

      Hausanschrift
      Embajada de la República Federal de Alemania

      Avenida Eugenio Mendoza (Principal de la Castellana) y Avenida José Angel Lamas,
      Edif. La Castellana, 10. Stock - La Castellana
      Caracas
      Tel.: (0058 212) 219 25 00
      Email: info@caracas.diplo.de
      Web: www.caracas.diplo.de

      Postanschrift
      Embajada de la República Federal de Alemania

      Apartado 2078
      Caracas 1010 A
      Venezuela