Venezuela

Stand: 15. Dez 2018

Meldungen

21. Okt 2018: Venezuela: Malaria nimmt weiter zu
Medikamenten-Engpass erschwert die Behandlung von Malaria, Masern und Hepatitis A Weiter lesen

29. Sep 2018: Amerika: Mehr als 6.000 Masern-Fälle
Aus 11 Ländern Amerikas wurden in den vergangenen Wochen mehrere Tausend Masern-Fälle berichtet. Die meisten Fälle wurden in Venezuela und Brasilien registriert. Weiter lesen

8. Sep 2018: Venezuela: Masern in Caracas
Venezuela ist in Amerika das Land mit den meisten Masern-Erkrankungs- und Todesfällen. Mehr als 1000 Masern-Fälle wurden in diesem Jahr bereits in Caracas registriert. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

Masern
Venezuela ist laut PAHO das Land in Amerika, mit den meisten bestätigten Masern-Erkrankungen und Todesfällen. Das Gesundheitsministerium zählt seit dem Wiederauftreten von Masern in Venezuela 4.272 Fälle, davon wurden 3.545 Fälle im Zeitraum von Januar bis Juli 2018 gemeldet. Alle 23 Bundesstaaten sind betroffen. Erst im Dezember 2016 erklärten die Gesundheitsbehörden „PAHO“ (Pan American Health Organization) Venezuela als frei von Masern. Zwölf Monate später wurde das Wiederauftreten der Masern im Land gemeldet. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden ist die Zahl der Masern-Todesfälle in Venezuela seit Juli 2017 bis August 2018 landesweit auf 115 angestiegen. Rund 50 Fälle wurden bei Einheimischen im Amazonas beobachtet. Der erste Masern-Erkrankungsfall wurde in Caracas im Dezember 2017 registriert, vier Monate nachdem die Infektionskrankheit im Bundesstaat Bolivar wiederaufgetreten war. Danach breiteten sich die Masern in Caracas aus, vor allem in Sucre. Zudem erschert die unzureichende Verfügbarkeit von Medikamenten vor Ort die Behandlung vielerorts. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Eine Impfung ist empfohlen für ungeimpfte Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr und fordert generell dazu auf, Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen, wenn sie nicht zum empfohlenen Zeitpunkt durchgeführt werden konnten. Werden die Impflücken geschlossen, kann dadurch die Zahl der Erkrankten in der Bevölkerung gesenkt werden. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können daran erkranken! Sie entwickeln meistens einen schwereren Krankheitsverlauf und haben gegenüber Kleinkindern eine wesentliche höhere Komplikationsrate.

Malaria
Die Gesundheitsbehörden von Venezuela melden in 2018 ein vermehrtes Auftreten von Malaria. Nachdem es in den vergangenen Monaten zu einem Lieferengpass von Antimalaria-Medikamenten kam, ist die Zahl der Malaria-Fälle im Land dramatisch angestiegen. Insgesamt registrierten die Behörden bis 15. Oktober 2018 landesweit mehr als 650.000 Erkrankungsfälle. Nach Aussage der WHO wurde in diesem Jahr die größte Zunahme an Malariaerkrankungen weltweit aus Venezuela berichtet. Bereits 2016 wurden rund 300.000 Malaria-Erkrankungen und 280 Todesfälle gezählt, ein Jahr später im Jahr 2017, waren es bereits 406.000 Fälle. Bislang wurden in diesem Jahr 650.000 Erkrankungen gezählt, ein weiterer Anstieg in den kommenden Monaten wird befürchtet.  Das Infektionsrisiko hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach der Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

Chagas-Krankheit
Vereinzelnte Erkrankungsfälle können regional auftreten. Immer wieder kommt es zu Chagas-Erkrankungsfällen in Südamerika. In rund 20 Regionen ist die Krankheit endemisch. Nach Schätzung beträgt die Zahl der weltweit infizierten Personen 7-8 Millionen. Immer wieder treten Infektionsfälle auf. In der Regel besteht für Reisende nur ein sehr geringes Infektionsrisiko. Auf das Trinken offener Fruchtsäfte sollte ohnehin in Hinblickt auf die Infektionsgefahr diverser Durchfallerreger verzichtet werden. Bezüglich der Chagas-Krankheit sollten insbesondere Reisende bei Trekking- bzw. Überlandtouren darauf achten, in den Infektionsgebieten auf Übernachtungen in einfachen Holz- oder Lehmhütten zu vermeiden. Ein widerstandsfähiges Moskitonetz kann ebenfalls einen guten Schutz bieten, wenn es sorgfältig angebracht und gut unter die Matratze gesteckt wird.

Dengue Fieber
Ganzjährig landesweites Vorkommen (auch auf der Insel Margarita), mit regionalen Schwankungen. Häufig betroffen sind die Bundestaaten Nueva Esparta, Monagas, Delta Amacuro, Bolivar, Apure, Amazonas und Barinas. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.) empfohlen. 

Chikungunya Fieber
Landesweit erhöhtes Übertragungsrisiko mit regionalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen.

Gelbfieber
Einzelne Infektionsgebiete, v.a. im Grenzgebiet zu Brasilien, in der Parima-Region im Staat Amazonas, sowie in Bolivar besteht ein generelles Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Viele Fälle werden auch in in Zulia (v.a. aus den Dörfern Jesus Maria Semprun, Colon und Machiques de Perija), Sucre (Merida) und Tachira (Uribante) registriert. Sorgfältiger Mückenschutz und ggf. Gelbfieber-Impfung.

Tollwut
Landesweites Tollwut-Risiko v.a. durch Haustiere (Hunde, Katzen) aber auch durch Fledermäuse. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Venezuela gilt seit 1989 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gelbfieber

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Impfvorschriften

Gelbfieber: 
Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden über dem 1. Lebensjahr, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die aus Brasilien kommen sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen in Brasilien aufhielten.

Venezuela gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (v.a. Amazonas-Staat). Daher empfiehlt die WHO nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat in Gelbfieber-Infektionsgebiete.
Ausgenommen sind laut WHO die folgenden Regionen: Aragua, Carabobo, Miranda, Vargas, Yaracuy, Didstrito Federal. Die WHO spricht auch für Reisende, die sich nur in den Gebieten über 2.300 m in den folgenden Staatem bewegen, keine Empfehlung aus: Merida, Trujillo, Tachira, Falcon und Lara; die Insel Margarita, die Hauptstadt Caracas und das Centrum von Valencia.

Gesundheitsrisiken

Bilharziose

Anmerkung: Vorkommen: landesweit im Süßwasser
v.a. in ländlichen Gebieten von Maracay, Aragua, Corabobo, Valencia

Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)

Chagas-Krankheit

Anmerkung: Vorkommen: ländliche Gebiete im Norden

Schutz: Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist

Cholera

Anmerkung: Infektonsgebiete v.a. in den Staaten: Anzoátegui, Delta Amacuro, Monagas, Nueva Esparta, Sucre

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.

Dengue-Fieber

Anmerkung: Vorkommen: landesweit

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Filariosen

Anmerkung: Vorkommen: vereinzelte Herde in ländlichen Gebieten

Schutz: Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Gelbfieber

Anmerkung: Infektionsgebiete: v.a. in den südlichen Landesteilen in den Staaten Amazonas (Parima Region) und Bolivar (Gran Sabana Region)

Schutz: Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Hepatitis B

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.

Kala Azar

Anmerkung: Vorkommen vereinzelter Herde in nördlichen Teilen des Landes

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Leishmaniasis

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Malariahinweise

Risikogebiete: (lt. WHO Malaria Report) hohes Risiko in südlichen und östlichen Provinzen Amazonas, Bolívar (inkl. Jaua-Sarisarinama Canaima Park, Angel Falls, Sifontes), Delta Amacuro (Nationalparks) und Sucre, sowie ein moderates Risiko im Bundesstaat Zulia. Ein  geringeres Risiko besteht in Anzoátegui und  Monagas. Ein minimales Risiko besteht (lt. DTG 2018) in den Städten und mittleren Küstenabschnitten mit den vorgelagerten Inseln (mit Ausnahme des Marcano Bezirks auf der Isla Margerita).

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart (lt. WHO Malaria Report): 25,4 % Malaria tropica (P. falciparum); 74,6 % Malaria tertiana (P. vivax);
Ein P. falciparum-Risiko besteht vor allem im Bundesstaat Amazonas (Alto Orinoco, Atabapo, Atures, Autana und Manapiare), Bolívar (Angostura, Cedeño, El Callao, Gran Sabana, Heres, Piar, Rocio und Sifontes), Delta Amacuro und Sucre (Benítez, Bermúdez, Cajigal und Arismendi)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig südlich des Flußes Orinoco im Amazonas, Anzoátegui, Bolívar (inkl. Jaua-Sarisarinama Canaima Park, Angel Falls, Sifontes), Delta Amacuro (v.a. Nationalparks), Sucre und Zulia.
Aufgrund von Medikamenten-Engpässe und unzureichenden Gesundheitsversorgung im Land empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin ebenfalls eine Malaria-Chemoprophylaxe in Regionen mit geringem Malaria-Risiko insbesondere Apure, Sucre, Isla Margarita (Marcano Bezirk).

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in Caracas und den vorgelagerten Inseln (mit Ausnahme von Isla Margarita)

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Malariarisikogebiete

Malariavorkommen

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
131314161717161616161614

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
242526272726262527262526

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
------------

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
6234914151513121310

Botschaften


Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela

Schillstraße 10
10785 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-17 Uhr
Tel.: (030) 832 240 0
Fax.: (030) 832 240 20
Email: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
Web: www.botschaft-venezuela.de

Hausanschrift
Embajada de la República Federal de Alemania

Avenida Eugenio Mendoza (Principal de la Castellana) y Avenida José Angel Lamas,
Edif. La Castellana, 10. Stock - La Castellana
Caracas
Tel.: (0058 212) 219 25 00
Fax.: (0058 212) 261 06 41
Email: info@caracas.diplo.de
Web: www.caracas.diplo.de

Postanschrift
Embajada de la República Federal de Alemania

Apartado 2078
Caracas 1010 A
Venezuela